DENK4 DEUS ET DIGNITAS ET CARITAS EST

NEUES DENKEN - NEUES LEBEN
Humanistisch-christliches Denken und christliche Lebensgestaltung

 

Was die Natur für den Körper,
das ist die Moral für das Gemüt,
das ist die Vernunft für den Verstand,
das ist Jesus Christus für den Glauben!

 

DER ENGEL DER MENSCHHEIT

GUrsache2

“Ich sah: Ein Sturmwind kam von Norden, eine große Wolke mit flackerndem Feuer, umgeben von einem hellen Schein. Aus dem Feuer strahlte es wie glänzendes Gold. Mitten darin erschien etwas wie vier Lebewesen. Und das war ihre Gestalt: Sie sahen aus wie Menschen. (Ezechiel 1,4-5)

Die Ebene der GESICHTER oder des KÖRPERS (somatisch-physischer Bereich)
Jedes der Lebewesen hatte vier Gesichter und vier Flügel. Ihre Beine waren gerade und ihre Füße wie die Füße eines Stieres; sie glänzten wie glatte und blinkende Bronze. Unter den Flügeln an ihren vier Seiten hatten sie Menschenhände. [Auch Gesichter und Flügel hatten die vier.] Ihre Flügel berührten einander. Die Lebewesen änderten beim Gehen ihre Richtung nicht: Jedes ging in die Richtung, in die eines seiner Gesichter wies. Und ihre Gesichter sahen so aus: Ein Menschengesicht (blickte bei allen vier nach vorn), ein Löwengesicht bei allen vier nach rechts, ein Stiergesicht bei allen vier nach links und ein Adlergesicht bei allen vier (nach hinten). Ihre Flügel waren nach oben ausgespannt. Mit zwei Flügeln berührten sie einander, und mit zwei bedeckten sie ihren Leib. Jedes Lebewesen ging in die Richtung, in die eines seiner Gesichter wies. Sie gingen, wohin der Geist sie trieb, und änderten beim Gehen ihre Richtung nicht. Zwischen den Lebewesen war etwas zu sehen wie glühende Kohlen, etwas wie Fackeln, die zwischen den Lebewesen hin- und herzuckten. Das Feuer gab einen hellen Schein, und aus dem Feuer zuckten Blitze. Die Lebewesen liefen vor und zurück, und es sah aus wie Blitze. (Ezechiel 1,6-14)

Die Ebene der RÄDER oder des GEMÜTS (emotional-psychischer Bereich)
Ich schaute auf die Lebewesen: Neben jedem der vier sah ich ein Rad auf dem Boden. Die Räder sahen aus, als seien sie aus Chrysolith gemacht. Alle vier Räder hatten die gleiche Gestalt. Sie waren so gemacht, daß es aussah, als laufe ein Rad mitten im andern. Sie konnten nach allen vier Seiten laufen und änderten beim Laufen ihre Richtung nicht. Ihre Felgen waren so hoch, daß ich erschrak; sie waren voll Augen, ringsum bei allen vier Rädern. Gingen die Lebewesen, dann liefen die Räder an ihrer Seite mit. Hoben sich die Lebewesen vom Boden, dann hoben sich auch die Räder. Sie liefen, wohin der Geist sie trieb. Die Räder hoben sich zugleich mit ihnen; denn der Geist der Lebewesen war in den Rädern. Gingen die Lebewesen, dann liefen auch die Räder; blieben jene stehen, dann standen auch sie still. Hoben sich jene vom Boden, dann hoben sich die Räder zugleich mit ihnen; denn der Geist der Lebewesen war in den Rädern. (Ezechiel 1,15-21)

Die Ebene der PLATTE oder des VERSTANDES (kognitiv-intellektueller Bereich)
Über den Köpfen der Lebewesen war etwas wie eine gehämmerte Platte befestigt, furchtbar anzusehen, wie ein strahlender Kristall, oben über ihren Köpfen. Unter der Platte waren ihre Flügel ausgespannt, einer zum andern hin. Mit zwei Flügeln bedeckte jedes Lebewesen seinen Leib. Ich hörte das Rauschen ihrer Flügel; es war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen, wie die Stimme des Allmächtigen. Wenn sie gingen, glich das tosende Rauschen dem Lärm eines Heerlagers. Wenn sie standen, ließen sie ihre Flügel herabhängen. (Ezechiel 1,22-24)

Die Ebene des THRONS oder des GLAUBENS (pneumatisch-spiritueller Bereich)
Ein Rauschen war auch oberhalb der Platte, die über ihren Köpfen war. Wenn sie standen, ließen sie ihre Flügel herabhängen. Oberhalb der Platte über ihren Köpfen war etwas, das wie Saphir aussah und einem Thron glich. Auf dem, was einem Thron glich, saß eine Gestalt, die wie ein Mensch aussah. Oberhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie glänzendes Gold in einem Feuerkranz. Unterhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie Feuer und ringsum einen hellen Schein. Wie der Anblick des Regenbogens, der sich an einem Regentag in den Wolken zeigt, so war der helle Schein ringsum. (Ezechiel 1,25-28a)

So etwa sah die Herrlichkeit des Herrn aus. Als ich diese Erscheinung sah, fiel ich nieder auf mein Gesicht.
(Ezechiel 1,28b)

Der BUND GOTTES oder die ERKENNTNIS DES MENSCHEN
Und ich hörte, wie jemand redete. Er sagte zu mir: Stell dich auf deine Füße, Menschensohn; ich will mit dir reden. Als er das zu mir sagte, kam der Geist in mich und stellte mich auf die Füße. Und ich hörte den, der mit mir redete. Er sagte zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den abtrünnigen Söhnen Israels, die sich gegen mich aufgelehnt haben. Sie und ihre Väter sind immer wieder von mir abgefallen, bis zum heutigen Tag. Es sind Söhne mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen. Zu ihnen sende ich dich. Du sollst zu ihnen sagen: So spricht Gott, der Herr. Ob sie dann hören oder nicht - denn sie sind ein widerspenstiges Volk -, sie werden erkennen müssen, daß mitten unter ihnen ein Prophet war. Du aber, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen, hab keine Angst vor ihren Worten! Wenn dich auch Dornen umgeben und du auf Skorpionen sitzt, hab keine Angst vor ihren Worten, und erschrick nicht vor ihrem Blick; denn sie sind ein widerspenstiges Volk. Du sollst ihnen meine Worte sagen, ob sie hören oder nicht, denn sie sind widerspenstig. Du aber, Menschensohn, höre, was ich zu dir sage. Sei nicht widerspenstig wie dieses widerspenstige Volk! Öffne deinen Mund, und iß, was ich dir gebe. Und ich sah: Eine Hand war ausgestreckt zu mir; sie hielt eine Buchrolle. Er rollte sie vor mir auf. Sie war innen und außen beschrieben, und auf ihr waren Klagen, Seufzer und Weherufe geschrieben.” (Ezechiel 1,28c-2,10)

 

Liebe Leserin!
Lieber Leser!

Herzlich Willkommen
auf meiner Homepage!

... der obige Bibeltext aus dem Buch des Propheten Ezechiel (Hesekiel) ist eine Anregung an alle Menschen guten Willens, über diese doch sehr interpretationsbedürftige Bibelstelle endlich einmal ganz anders nachzudenken - und zwar mittels Vernunft und Gefühl auszulegen und nicht nur ”spirituell-apokalyptisch” oder gar noch ”materialistisch-technisch”!
Beobachten Sie sich beim Lesen des Ezechiel-Textes am besten einmal selbst, wie zwanghaft “technisch” doch Ihr Verstand arbeitet. Dieses Denken kommt nicht von ungefähr und wurde über die letzten Jahrhunderte vor allem mit Beginn der Kritischen Aufklärung entfaltet und hat mit dem naturwissenschaftlichen Denken seinen unvergleichlichen Siegeszug über die ganze Welt angetreten. Unser modernes Leben ist ja mit ungeheuer viel technischem Gerät angereichert. Mittels moderner Technik versuchen wir unsern Lebensalltag zu erleichtern und immer besser, d.h. schneller, bequemer und sicherer zu gestalten. Der praktische Umgang mit Autos und Computern benötigt solch’ technisches Denken. Mit Hilfe moderner Technologien lassen sich wahrlich viele Probleme des alltäglichen Lebens gut lösen. (vgl. bezüglich “Denken” auch MEMETIK)
Jedoch gibt es bei weitem nicht für alle Probleme eine Lösung, die das Leben des Menschen so mit sich bringt. Denn das menschliche Leben ist viel viel komplexer und umfassender als wir das oft wahrhaben wollen. Schon dadurch, dass wir Menschen uns beispielsweise die Frage nach dem Sinn unseres Lebens stellen oder dass wir mit dem Leid von Mensch und Tier konfrontiert werden, vermögen wir die ganz anderen Dimensionen unseres einmaligen Lebens erahnen. Spätestens dann, wenn wir uns selbst der eigenen Schwachheit, Hinfälligkeit und Endlichkeit gewahr werden, also uns der eigenen Sterblichkeit und des eigenen Todes bewusst werden, spätestens dann wird der Bannkreis der Oberflächlichkeit des materiell-technischen Alltagsleben durchbrochen.

Das Bild vom ENGEL DER MENSCHHEIT soll uns nun, nach der allseits vertrauten materiell-technischen Lebensdimension, noch an eine weitere zentrale Dimension unseres Lebens mittels Vernunft heranführen. Die emotional-psychische Dimension prägt und regelt maßgeblich das (alltägliche) menschliche Miteinander - weit mehr als alle Politik, Gesetze und Vorschriften. Beim GEMÜT des Menschen handelt sich um einen zentral menschlichen Bereich der die SOZIALE DIMENSION des menschlichen Miteinanderlebens überhaupt ermöglicht und allgegenwärtig maßgeblich mit prägt und bestimmt.
In erster Linie geht es mir hier konkret um die äußerst komplexen Zusammenhänge des menschlichen GEMÜTS. Die klassische Psychologie versuchte diese dunkle Dimension unserer Träume, Gefühle, Neigungen, Triebe, ... , bisher mit den eigentlich unzureichenden Denkwerkzeugen einer “Kritischen Aufklärung” auszuleuchten. In unseren Tagen wird uns nun gerade durch das signifikante Anwachsen von psychischen Erkrankungen in den westlichen Gesellschaften, aber auch durch das weltweite Eskalieren von GEWALT, dieser erschreckende Mangel an wahrer Erkenntnis vom menschlichen Gemüt nur zu deutlich vor Augen geführt.
Im folgenden soll daher vorab der emotional-psychische Bereich des Menschen mittels dem ganzheitlichen Denken einer Konstruktiven Aufklärung  umfassend betrachtet werden.

Sie liebe Leserin, lieber Leser,
will ich nun mit diesem neuen Denken HERAUS-FORDERN und stelle mich damit bewusst nicht in die unendlich lange Reihe von (marktschreierischen)  EIN-FORDERERN heutiger oder längst vergangener Tage!
Was heißt das jetzt?
Das bedeutet nichts anderes, als dass ich Sie aus Ihren bisherigen Denkgewohnheiten herausreißen will:
Kommen Sie heraus, heraus aus Ihren tief eingefahrenen Denkrinnen (... der bisherigen Philosophie, Theologie, Psychologie, ... Politik)!
Haben Sie Mut sich Ihres Verstandes zu bedienen und verlassen Sie einmal die gewohnten Gleise ihres bisherigen (technisch-monetären) Denkens!

... Warum ist es notwendig, sich auf diese neue, diese grundlegende HERAUSFORDERUNG unserer Tage einzulassen?
Ganz einfach! Denn es gilt ein für allemal:

DENKEN VERÄNDERT DIE WELT!

Der kurze Verweis auf einen JESUS VON NAZARETH ist an dieser Stelle von Nöten, denn wie sprach JESUS einst zu seinen Zeitgenossen:

“Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.”
(Mt 3,2; auch Mt 4,17; Mk 1,15)

... und er hatte mit seiner HERAUS-FORDERUNG, endlich UMZUDENKEN, recht behalten, wie die bald zweitausendjährige Geschichte des Christentums zeigt. Und Kritiker des christlichen Glaubens sollten eines nicht vergessen:

Alles Großartige geht meist an der Kleinheit der Erben zu Grunde!

 

Vielleicht sollten wir uns gerade heutzutage wieder des JESUANISCHEN IMPERATIVS erinnern, der die HERAUS-FORDERUNG eines Jesus von Nazareth, also seinen bis heute nicht verklungenen AUFRUF ZUR UMKEHR, auf den Punkt bringt:

Der Sabbat ist für den Menschen da,
nicht der Mensch für den Sabbat.”

(Mk 2,27)

Dieser JESUANISCHE IMPERATIV, dass also das Gesetz um des Menschen willen da ist und nicht der Mensch um des Gesetzes willen, ist auch die Erfüllung des ganzen Gesetzes (Mt 5,17-18). Dieser DENKERISCHE IMPERATIV JESU ist nämlich die Drehachse, mit der sich dann das RAD der GESCHICHTE um eine neue Achse begann zu drehen. Das UMDENKEN mittels dieser INTELLEKTUELLEN DENKACHSE DES CHRISTENTUMS entspricht in der Tat genau dem, was Christen seit jeher mit der NACHFOLGE JESU IM GEISTE zum Ausdruck bringen

Der JESUANISCHE IMPERATIV ist sozusagen
das Ei unserer Vernunft, aus dem dann der HEILIGE GEIST schlüpft!

Um diese ACHSE DER VERNUNFT dreht sich bis heute
die MENSCHHEITSGESCHICHTE!

Der JESUANISCHE IMPERATIV führt uns somit unmittelbar zum Problem der Probleme schlechthin:

nämlich zum
PROBLEM MIT DER GEWALT! 

Nach diesem UMDENKEN JESU ist dem Menschen im Laufe der Jahrtausende zumindest eines immer klarer geworden:

STAATLICHE GEWALT ist um des Menschen willen da
und nicht der Mensch um STAATLICHER GEWALT willen!
(vgl. Artikel 1,1 GG).

Bezüglich “GEWALT” müssen wir also zukünftig grundsätzlich UMDENKEN und uns unbedingt eines neuen GANZHEITLICHEN DENKENS bedienen!
In Zukunft bedarf es wohl angesichts der weltweiten GEWALT-Eskalationen einer breiten öffentlichen Diskussion, wie denn GEWALT in all ihren Dimensionen, nämlich hinsichtlich der körperlichen [= Stier], der psychischen [= Löwe], der intellektuellen [= Adler], wie auch der spirituellen Orientierung [= Mensch] systematisch reflektiert und erkannt werden kann. Denn nach den Zeiten des Stiers (Antike: Römisches Weltreich) und der Zeit des Löwen (Mittelalter: Heilig Römisches Reich Deutscher Nation) und der Zeit des Adlers (Moderne: Nationalsozialismus, Kommunismus und Kapitalismus) ist jetzt endlich eine neue Ausrichtung angesagt: nämlich die ZEIT DES MENSCHEN!

... und wie Sie, lieber Leser, liebe Leserin selbst noch sehen werden,
der SCHLÜSSEL DER ORIENTIERUNG
zu dieser kommenden
ZEIT DES MENSCHEN
ist der
ENGEL DER MENSCHHEIT:

Denn das Verständnis von globaler GEWALT
und das Verständnis vom menschlichen GEMÜT
haben wahrlich sehr viel mit einander zu tun!

 

Diese meine Anregung hier, ist ein erster zaghafter Versuch, die doch so dringend notwendige Diskussion irgendwie mal versuchen anzustoßen:

Von daher lade ich also jeden Menschen guten Willens dazu ein,
 zum Thema "GEWALT" sich mal ganz eigene und auch tiefergehende Gedanken zu machen!

 

... denn wie schon vor tausenden von Jahren,
so verkündet DER ENGEL DER MENSCHHEIT auch heute noch unmissverständlich,
die anscheinend bisher immer noch nicht von allen verstandene Botschaft:

GEWALT

... es kommt also in der Tat nicht von ungefähr, dass jetzt zu Anfang des Jahres 2009, der schwelende Konflikt zwischen radikalisierten Vertretern der Hamas und Israels politisch schwacher Regierung, nun mal wieder mit aller GEWALT “schnell” gelöst werden soll. Den Rat des gesunden Menschenverstandes verachtend, lassen sich die verantwortlichen Politiker von ihrer (unbewussten) Gemütsverfassung verleiten und handeln so getreu weiter dem Motto, das wohl auch für jeden radikalisierten Islamisten Geltung hat:
Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung.
... und falls ich jetzt einmal oder gleich mehrmals “Vergeltung” vergessen haben sollte, dann bitte ich Sie, liebe Leserin, lieber Leser, mir diese Nachlässigkeit doch nachzusehen.

Die derzeitige Eskalation von kriegerischer GEWALT im Gazastreifen ist ja leider nur eine von den ungezählten todbringenden Früchten, die aus dem Denken vom “GERECHTEN KRIEG” hervorgehen. Die Bush-Regierung hat dieses vergiftete Gewalt-Denken während der letzten acht Jahre in ihrer Außen- wie Innenpolitik mit irritierender Unverschämtheit praktiziert und so das soziale Gift von Mißtrauen, Ungerechtigkeit, Gewalt und letztlich auch UNMENSCHLICHKEIT in den Völkern dieser einen Welt aufs Neue in Unmengen verteilt - und Israel führt nun der Welt vor Augen, was Entsetzliches passiert, wenn die giftigen Knospen  eines Denkens vom Gerechten Krieg aufgehen. Diese Saat eines bösartigen und zugleich auch wirklich dummen Denkens eskaliert zunehmend zu menschenverachtender tödlicher Gewalt. Wie ein unheimlicher Fluch liegt das langjährige politische Versagen von George W. Bush und seiner Unrechts-Regierung nun über der Menschheit.

Der Weg aus der globalen Gewaltspirale kann daher nur mehr über jeden einzelnen von uns führen. Was in diesem Zusammenhang beispielsweise das (friedliche) “Werfen von Schuhen”, eines mutigen Menschen auf diesen fragwürdigen amerikanischen Präsidenten, alles zu bewirken vermag, das kann jeder Interessierte zur Zeit über die modernen Massenmedien weltweit verfolgen! Solche positiv ”durchschlagenden” Ereignisse können uns angesichts der heillosen Verfahrenheit gegenwärtiger Weltpolitik durchaus noch tröstlich stimmen und Hoffnung vermitteln. Begebenheiten wie diese, können uns vor allem auch Mut machen. Das ist für jeden Menschen guten Willens besonders wichtig: Denn kluges gewaltfreies Handeln, bedarf meist auch immer des Mutes.
Gerade bezüglich von GEWALT braucht es also wahrer Tapferkeit. Nur echte Tapferkeit hilft auch dem einzelnen Mensch dabei, seinen natürlichen Schutzmechanismus “Angst”, auf vernünftige Art und Weise zu überwinden (vgl. z.B. ), um angesichts einer erkannten Gefahr dennoch richtig und angemessen zu reagieren. So wie der Mensch einst vor Jahrmillionen lernte auf der körperlich-materiellen Ebene das FEUER zu beherrschen und sich so im Laufe von Jahrtausenden dann in den nachfolgenden Generationen Schritt für Schritt eine allseits einsetzbare und äußerst gestaltungsreiche Kulturtechnik entwickeln konnte (Essenkochen, Wärme, Licht, ..., Ottomotor, Kernfusion), so muss der Mensch nun auf der psychisch-sozialen Ebene endlich lernen, auch die GEWALT DES SOZIALEN FEUERS so zu beherrschen wie einst die GEWALT DES MATERIELLEN FEUERS. Nur so wird der SOZIALE BRENNOFEN DER KULTUREN UND RELIGIONEN jedes GEMEINWOHL (Staat) und in letzter Konsequenz auch die gesamte MENSCHHEIT (UNO, Weltpolizei, ...) wohltuend erwärmen. Soziale Überhitzung durch ein außer Kontrolle geratenes politisches Höllenfeuer, das Menschenleben willkürlich vernichtet, wird es dann auf Grund eines STAATLICHEN GEWALTMONOPOLS, das ausschließlich auf den Schutz und der Achtung unantastbarer Menschenwürde gründet, immer weniger geben.

Um die GEWALT DES SOZIALEN FEUERS DER MENSCHHEIT immer mehr unter Kontrolle zu bringen, bedarf es des MUTES DES EINZELNEN.  Das menschheitliche Vermögen “TAPFERKEIT” erfordert in gewisser Weise jedoch auch immer einen moralischen Standpunkt. MORALISCHES VERHALTEN - also beherzte Standhaftigkeit in entsprechend gefährlicher Situation zu demonstrieren - die bedarf jedoch der lebenslangen Erziehung und Bildung.
Von daher sollte jeder Mann und und jede Frau ganz bewusst auch in die persönliche Auseinandersetzung mit Sitte und Brauchtum treten. Ansprüche und Gewohnheiten werden vor allem auch durch die alltägliche Gruppendynamik, in der sich jeder Mensch von Geburt an befindet. geprägt und dann im Verlauf des weiteren Lebens durch die entsprechenden Sitten und Bräuche eines Kulturkreises am Leben erhalten oder begraben. Nur wenn der Einzelne im Laufe seines Lebens lernt, sein soziales Umfeld etwas zu reflektieren, dann wird er früher oder später auch im Stande sein, ein einigermaßen verantwortbares Bewusstsein für GEWALT zu entwickeln. Dieser äußerst wichtige Schritt in der Entwicklung eines jeden aufgeklärten Menschen, das Phänomen GEWALT bewusster wahrzunehmen und auch bewusster zu bedenken, führt ihn schließlich  auch unweigerlich zur Auseinandersetzung mit der MENSCHLICHEN WÜRDE.
Beispiele für das menschliche Vermögen, das Phänomen GEWALT untrennbar im Zusammenhang von MENSCHENWÜRDE zu reflektieren, finden sich schon seit alters her. Ein Zitat aus dem Jahre 1673 von Samuel von Pufendorf in seinem Handbüchlein über Menschen- und Bürgerpflicht nach dem Naturgesetz soll uns hier beispielhaft diese GEWALT-Reflexion verdeutlichen: "Der Mensch ist ein Lebewesen, das nicht nur aufs eifrigste auf Selbsterhaltung bedacht ist, sondern dem auch eine ziemliche empfindliche Selbstachtung angeboren ist: wenn denn diese irgendwie beeinträchtigt wird, dann pflegt er sich oft nicht weniger zu erregen als über einen seinem Körper oder seiner Habe zugefügten Schaden. Ja allein schon in dem Wort Mensch offenbart sich, dass in ihm eine besondere Würde liegt."

Wirksamer Schutz und allgegenwärtige Achtung von MENSCHENWÜRDE kann jedoch nicht allein durch RECHT und STAATLICHE GEWALTEN verwirklicht werden. Soll in einem funktionierenden Staatswesen mittels Solidaritätsprinzip und Subsidiaritätsprinzip die WÜRDE DES MENSCHEN effektiv geschützt und geachtet werden, dann bedarf es innerhalb dieses Volkes einer SINNVOLLEN EDUCATION und vor allem auch einer GEWALTFREIEN ERZIEHUNG von Kindesbeinen an - einer gesellschaftlichen ERZIEHUNG und BILDUNG die vom ganzen Volk mitgetragen wird und von daher auch ausreichend staatlich gefördert wird. 
Die menschenwürdige Entwicklung innerhalb einer Gesellschaft führt uns letzten Endes zu dem hin, was wir mit “GERECHTER FRIEDE” überschreiben können. Ein neues Nachdenken über GEWALT muss sich endgültig und für allemal von den Kategorien eines “GERECHTEN KRIEGES” verabschieden und orientiert sich von daher ausschließlich nur mehr am Denken von “GERECHTER FRIEDE”. Der einzige Weg zur Umsetzung dieses neuen GEWALT-Paradigmas innerhalb der Menschheit, führt über Bildung und Erziehung, über das Recht und im Besonderen wohl auch einzig und allein über das staatliche Gewaltmonopol!

Angesichts der gegenwärtig unaufhaltsam voranschreitenden Globalisierung, wird im Zuge einer gesellschaftlichen und politischen Orientierung an “GERECHTER FRIEDE”, auch die zentrale Frage unserer Zeit gestellt:
"Wie finden wir von einer Globalisierung der Märkte zu einer Globalisierung der Herzen?"
Auf diese Frage, gibt es für mich persönlich nur eine zutreffende Antwort und die lautet:
Nur mittels “MORAL”!
Nur über das Phänomen, das Menschen weltweit als “Moral” erfahren und verstehen, wird diese “Globalisierung der Herzen” möglich werden. Dabei geht es zuerst um ein globales oder gar universales Maß nehmen, kraft dessen die maßlos und vermessen gewordene Globalisierung der Märkte humanisiert werden kann. Ohne Frage, werden dazu auch bisher bewährte sinnvolle politische Strukturen weiterentwickelt werden müssen, um einer menschheitlichen Moral Genüge zu tun. Denn eine zukünftig verantwortete Weltpolitik hat unter anderem dann auch das Folgende zu berücksichtigen: Um eines gerechten Friedens willen, muss der globale “Gewalt-Markt” mit der Zeit seine zahlungskräftigen (privaten) Kunden verlieren!
Ein Weltethos also, auf das die Menschheit hin verpflichtet werden müsste und das neben dem Recht zugleich auch das staatliche Gewaltmonopol beinhaltet und ausreichend in Betracht zieht, hat durchaus sehr viele Aspekte zu berücksichtigen. Bezüglich von “Moral” gibt es daher keine abschließende Antwort. In jedem Fall gilt jedoch, dass in Bezug auf die Frage nach der moralischen Zukunft der Menschheit und den damit einhergehenden zentralen Auftrag der Vereinten Nationen, der folgenden richtungweisenden Feststellung ausreichend Beachtung geschenkt werden muss:
Ein moralischer Aspekt "hat bislang in der Diskussion über die Globalisierung keine große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dabei könnte es sein, dass gerade er gut geeignet ist, die Kraft, Macht und Energie freizusetzen, die ein normativer Wert braucht, wenn er globale Geltung in Anspruch nehmen möchte. Die Rede ist von der Würde des Menschen. Denn die Würde des Menschen kennen alle Kulturen und Religionen." (Quarch, Christoph, u.a (Hrsg): Die Macht der Würde. Globalisierung neu denken, Gütersloh 2007, vgl. S 10. Mit Beiträgen von Michail Gorbatschow, Muhammad Yunus, Klaus Töpfer, Franz Alt, Benita Ferrero Waldner, Richard Rohr, Thich Nhât Hanh, Dalai Lama u. v. .a.)

MENSCHENWÜRDE ist von daher auch das eigentliche unverrückbare Fundament für “GERECHTER FRIEDE”:

"Die Achtung vor der Würde der Person
muss unser gesamtes Denken, Fühlen und Handeln prägen."

(Die deutschen Bischöfe, Gerechter Friede, Nr. 66, Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.),
Bonn 2000, unter Abschnitt 69)

"Gerechter Frieden dient menschlicher Existenzerhaltung und Existenzentfaltung;
er muss deshalb immer und in jeder seiner Dimension
 auf der Achtung der gleichen menschlichen Würde aufbauen."

(Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen.
Eine Denkschrift des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland,
Gütersloh 2007, unter Abschnitt 79)

Von dieser tief- und weitreichenden Erkenntnis abgeleitet, hat also jegliche Moral, die letzten Endes der Menschheit entspricht, ihr festes Fundament in der unantastbaren Würde eines jeden Menschen. So gesehen gründet notwendigerweise auch alle menschheitliche Moral (der Zukunft) in der Unantastbarkeit menschlicher Würde. Diese fundamentale Grundlegung von heutiger und zukünftiger MORAL, soll Sie nun, liebe Leserin, lieber Leser dazu einladen, einmal tiefergehend und umfassender über ihr Selbstverständnis von der Würde des Menschen nachzudenken. Die folgenden Sätze sollen Ihnen dabei als hilfreiche Anregung dienen:
"Die größte Macht, die jedem Menschen gegeben wurde, ist seine Würde. Sie erschließt sich, indem der Mensch ein Bewusstsein für den Sinn seiner selbst und der Welt entwickelt. Jeder entdeckt seine eigenen Fähigkeiten, seinen Wert, seine Schönheit, Vielfalt und Einheit, indem er seine Würde entdeckt. Jeder erfährt die Fähigkeiten, den Wert, die Schönheit, Vielfalt und Einheit, die in anderen Menschen und in der Schöpfung insgesamt verborgen sind, indem er die Würde, die ihnen inne ist, wahrnimmt und Raum zu ihrer Entfaltung gibt.
Die Macht der Würde erwächst aus der Tiefe. Sie entfaltet sich im Gegensatz zur äußeren Macht, die die Welt heute allzu sehr in ihrem Bann hält: Die Macht der Würde wird größer, indem man sie teilt! Je mehr ein Mensch in Würde lebt und diese Erfahrung mit anderen teilt, desto mehr erlebt er ihre Wirklichkeit und desto mehr erschließt sich ihm auch die Welt in ihrer Würde, ihrem Sinn und in ihren inneren wie praktischen Werten.
Die Entdeckung der Würde von uns Menschen und der Würde der Natur ist nicht nur der Weg zur Entwicklung und zur tiefen Zufriedenheit jedes Menschen. Sie sind auch ein geistiger Schlüssel zur Lösung der Probleme, unter denen so viele Menschen und die Menschheit insgesamt heute leiden. Die Unbedingtheit und Unantastbarkeit der Würde jedes Menschen und der Natur sind die Grundlage jeglicher menschlicher Kultur und Gesellschaft. Und sie sind der Maßstab, ob äußere, politische und wirtschaftliche Macht sich der Entfaltung der Würde jedes Menschen und der Achtung der Würde der Natur unterordnet und ihr dient.
Die Würde eines jeden ist, ebenso wie Liebe, verflochten in ein Netz von gleichsam unsichtbaren geistigen Strängen, die alle Menschen und alle Dinge miteinander verbinden. Kein Mensch kann in Würde leben, wenn er sich nicht gleichzeitig um die Würde seiner Mitwelt sorgt. Im Zeitalter der Globalisierung menschlichen Lebens bedeutet dies: Wir alle sind mitverantwortlich für die Würde der gesamten Menschheit und die Würde unseres Planeten. Gleichgültig auf welche spirituellen Quellen sich ein Mensch bezieht – die inneren Gesetze der Würde und des Sinns der Schöpfung gelten universell.
Wenn wir die Globalisierung human gestalten wollen, brauchen wir nicht Geringeres als ein neues Bekenntnis zur Würde des Menschen und der Natur. Die Welt braucht ein Globalisierung der Würde, eine Globalisierung jener Werte, die Würde schaffen und ausdrücken wie beispielsweise Gerechtigkeit. Eine globalisierte Welt braucht eine Globalisierung der Werte, braucht eine sinnvolle Weltordnung, in der Gerechtigkeit und Freiheit die gleiche Gültigkeit für alle besitzen.
Wir brauchen eine die Grundlagen erneuernde weltweite Bewegung: eine Bewegung, die alle Menschen der Welt jenseits all ihrer Vielfalt erfasst und im Bewusstsein der Würde zusammenführt. Nur so kann die Würde ihre Macht zu einem sinnvollen Leben in jedem Menschen und in dem neu erschlossenen Organismus der unteilbaren Menschheit und der unteilbaren Erde entfalten. Die Macht der Würde ist unsere beste Macht."
(Quarch, Christoph, u.a (Hrsg): Die Macht der Würde. Globalisierung neu denken, Gütersloh 2007, S 12. Mit Beiträgen von Michail Gorbatschow, Muhammad Yunus, Klaus Töpfer, Franz Alt, Benita Ferrero Waldner, Richard Rohr, Thich Nhât Hanh, Dalai Lama u. v. .a.)

Gehen wir nun davon aus, dass die hier angesprochene Macht der Würde ihre welt- und menschenverändernde Kraft in der Regel zuerst im menschlichen Individuum entfaltet. Vom redenden und handelnden Individuum ausgehend, wirkt diese geistige Macht dann mittels so genannter Meme oder MemPlexe auf Gruppen ein und im Weiteren Sinne ebenso auch auf Kulturen. Schließlich zeitigt diese moralische Urkraft auch ihre Auswirkungen innerhalb der ganzen Menschheit (vgl. z.B. Jesus, Buddha, Mohammed, ..., Martin Luther King ..., aber auch der “Mythos Darwin” oder der “Mythos Einstein”).
Umgekehrt wirkt die Macht der Würde auch durch Gruppen und Kulturen auf die menschlichen Individuen ein. In Sitten und Bräuche, die im Laufe der Menschheitsgeschichte in den jeweiligen Kulturen wie auch Gruppen entstehen und vergehen, ist jedes menschliche Individuum von Geburt an eingebettet. Jeder kennt z.B. die ungeheure moralische Kraft von “Gruppenzwängen” - im Guten wie im Schlechten!
Die nachfolgende Schautafel will nun diesen komplexen Zusammenhang unseres sozialen Werdens und Seins gemäß unserer individuellen WÜRDE und WÜRDELOSIGKEIT sichtbar machen. In meinem Ansatz gehe ich davon aus, dass MENSCHLICHE WÜRDE dem menschlichen INDIVIDUUM in seiner Ganzheit entspricht. Diese Ganzheit des Menschen ergibt sich aus der vierfachen Integrität des INDIVIDUUMs: der körperlichen, sozialen, geistigen und religiösen Integrität. Meines Erachtens sind im Miteinanderleben von Menschen (egal auf welcher sozialen Ebene) vor allem (absichtliche) Verletzungen von körperlicher oder sozialer Integrität die Hauptursache dafür, dass es überhaupt zu GEWALT-Taten unter Menschen kommt (Körperverletzung, Vergewaltigung, ..., Mord). Schlimmstenfalls können diese groben Verletzungen individueller (oder auch staatlicher) Integrität sogar zu kriegerischer GEWALT eskalieren (vgl. z.B. Terrorismus, ..., Genozid).
In Bezug auf den Menschen in seiner Ganzheit, also mit seinen natürlichen Veranlagungen, individuellen Bedürfnissen (Trieben) und Neigungen (“Sehn-Süchten”), wie auch seinem grundsätzlich potentiellen menschlichen Vermögen, soll die folgende Übersicht den tieferen psychischen Zusammenhang zwischen GEWALT, INDIVIDUUM, der MENSCHHEIT und der MACHT DER WÜRDE veranschaulichen:

GUrsache

 

Ein paar Ausführungen zu diesem Schaubild “DER ENGEL DER MENSCHHEIT”:

Die ganzen Begriffe und vor allem auch die Zuordnung im ENGEL DER MENSCHHEIT sind schon sehr wohl mit wahrlich viel Bedacht gewählt und es steht auch eine sehr tiefgehende Systematik dahinter!

Beginnen wir die kurze Betrachtung mit der Frage:

Was ist ein "Bedürfnis"? und Was ist eine "Neigung"?

Durch den unreflektierten Bedeutungswandel in unserer Sprache, stellt sich da nämlich auch in unserem Denken mit der Zeit ein gar tiefsitzendes Problem ein. Wir reden z.B. heutzutage oft gerne davon, dass "LIEBE" ein menschliches "Bedürfnis" sei!
LIEBE ist aber nun mal kein BEDÜRFNIS, sondern ist eine tiefe tiefe SEHNSUCHT.
Wir "neigen" vielleicht dazu, jemanden zu lieben - aber wir haben nicht das "Bedürfnis" (irgend) jemanden zu lieben -
nicht einmal uns selbst!

Was will ich mit diesem Beispiel deutlich machen?
Wenn wir uns beispielsweise früher als Schüler während des Unterrichts gemeldet haben, weil wir ein "Bedürfnis" hatten, um auf der Toilette austreten gehen zu dürfen, dann war das in der Tat ein (vielleicht gar dringendes) "Bedürfnis" und wohl weniger eine "Neigung". Oder hätte man jemals in diesem Zusammenhang dem Lehrer gesagt: "Frau Lehrerin, ich habe da eine Neigung! Kann ich mal ..."

In meiner Systematik, in der ja das "ICH", wie es auch die Darstellung aufzeigt, sich seiner "Bedürfnisse und Neigungen" durchaus bewusst werden kann, entwächst das "Bedürfnis" sozusagen dem "TRIEB" und die "Neigung" dagegen der "SEHNSUCHT".
Nur weil wir verlernt haben, die Phänomene dieser Welt auch in der wirklichen Tiefe zu verstehen, "neigen" wir immer mehr dazu, "Neigungen” sogar schon zu "Bedürfnissen" zu erklären. Ja, soweit haben wir es inzwischen gebracht, dass wir schon gar nicht mehr zwischen “Neigungen” und “Bedürfnissen” unterscheiden können! (vgl. z.B. "Werbung")
Diese riesige Problematik gegenwärtiger "Unvernunft", offenbart sich dann vor allem in den (teilweise sehr fragwürdigen) "Süchten" unserer Zeit wieder ...
denn hinter einer jeden SUCHT steht letzten Endes ohne Ausnahme eine SEHN-SUCHT! -
und eben kein "TRIEB" und auch kein "BEDÜRFNIS"!

Vielleicht können wir uns diesen überaus komplexen Zusammenhang, gerade einmal in Bezug auf "GEWALT" verdeutlichen. Denn in diesem Kontext wäre es nämlich dringendst notwendig, schon beispielsweise mal bloß das "Phänomen ANGST" allein im tieferen Sinne verstehen zu lernen. Die bisherige Wahrnehmung von "ANGST" wird nämlich unverkennbar immer noch heillos durch die Freudsche Sichtweise überformt - bewusst oder unbewusst.
Nicht wenige sprechen daher immer noch davon, dass "ANGST", wie auch "AGGRESSION" ein TRIEB sei.
Meiner Einsicht nach, ist weder "ANGST" noch "AGGRESSION" ein "TRIEB":
"ANGST" ist ein "VITALER SCHUTZMECHANISMUS", und ein SCHUTZMECHANISMUS ist nun mal was ganz anderes als ein TRIEB!
Ebenso ist auch AGGRESSION (ebenso wie auch DEPRESSION) kein TRIEB, sondern eher eine (gefährliche) NEIGUNG!

Warum sehe ich das jetzt so?

Ich versuche diese weitreichende Erkenntnis mal in aller Kürze mit einem Beispiel vernünftig zu beleuchten:
Mit meinem Ansatz geht der Anspruch einher, das menschliche GEMÜT neu zu bedenken. Dahinter steht ein ganzheitliches Menschenbild, dass das Denken der bisherigen "Kritischen Aufklärung" und die damit einhergehende Denkweise überwunden hat und so den Menschen als Phänomen in seiner Ganzheit (=Menschheit) zu betrachten vermag.
Das bewusste "ICH" jedenfalls, das da einerseits zwischen "Bedürfnissen" und "Neigungen" (bewusstlos) hin und her geworfen wird, sich andererseits (bewusst) an "Bedürfnissen und Neigungen" versucht vordergründig zu orientieren, "geht" und "steht" im tieferen Sinne jedoch immer zwischen "TRIEB" [=Rad] und "SEHNSUCHT" [=Thron].
Im tiefsten Sinne steht das "Rad des Bewegungs-TRIEBES" im Gegensatz zum "Thron der Gerechtigkeits-SEHNSUCHT".

Beispielsweise hat der "THRON der GERECHTIGKEIT" (was in unsren Tagen ja leider meist mit dem "THRON der ZUGEHÖRIGKEIT" verwechselt wird) schon immer sehr sehr viel mit FREIHEIT zu tun gehabt. Bezüglich GEWALT bespielsweise offenbart sich dieser wohl bisher nicht ausreichend erkannte existentielle Zusammenhang auf gar erschreckende Weise z.B. im so genannten KRIEGSZITTERN.
Die Forschung steckt hier anscheinend immer noch in den Anfängen, denn diese extreme Ausprägung einer PTBS, kann mit den vorhandenen psychischen Modellen bis heute noch nicht ganz schlüssig erklärt werden.

Meiner Theorie nach kam es beim KRIEGSZITTERN im Schützengraben (des ersten Weltkrieges) zu einer extremen Kollision zwischen dem "RAD der BEWEGUNG" und dem "THRON der GERECHTIGKEIT"

Die SEHNSUCHT nach GERECHTIGKEIT hat wahrlich viel mit ANGST und FREIHEIT zu tun. Bei eingehender systematischer Betrachtung dieser phänomenalen Zusammenhänge wird jedoch erkennbar, dass es auf dieser Ebene des "LÖWEN" gerade im Zusammenspiel mit dem Schutzmechanismus ANGST einen fundamentalen Zusammenhang gibt. Alle natürlichen ANGST-Reaktionen verweisen uns nämlich immer auf "FLUCHT" oder "KAMPF". Davon kann nun abgeleitet werden, dass es wohl auch so etwas wie Sub-SEHNSÜCHTE gibt, die wiederum anscheinend viel mit unsren "NEIGUNGEN" zu tun haben. Im Zusammenhang mit der Gerechtigkeits-SEHNSUCHT in einer ANGST-Situation könnte man so gesehen jetzt auch von der "SEHNSUCHT zu FLIEHEN" oder der "SEHNSUCHT zu KÄMPFEN" sprechen. Noch konkreter: Der NEIGUNG zu FLIEHEN oder der NEIGUNG zu KÄMPFEN.

Der Soldat im Schützengraben wird einerseits auf Grund eines "ungerechten Befehls" (in letzter Konsequenz also auch ein völlig "sinnloser" Befehl) und andererseits durch eine bleihaltige "todbringende Umgebung" (was in letzter Konsequenz also ständige "Todesangst" bedeutet) unentrinnbar festgehalten. So wird er einerseits ganz und gar von seiner ANGST (vor dem unmittelbar drohenden SCHMERZ) vereinnahmt und andererseits quält ihn eine tiefste Sehnsucht nach existentieller GERECHTIGKEIT (gerade angesichts der völligen Sinnlosigkeit des ganzen Szenario, das ihn da umgibt).
Still im Schützengraben jetzt verweilen zu müssen, kann er aber weder seiner FLUCHT-SEHNSUCHT (=Depression/Trägheit/Ohnmacht) noch seiner KAMPF-SEHNSUCHT (=Agression/Zorn/Verzweiflung) nachkommen.
Bei solchen Kampfsituationen eines unmenschlichen Stellungskrieges, d.h. jetzt angesichts des tödlichen Wahnsinns aussen herum, still und unentrinnbar (stunden-, tage-, wochen-, monatelang) im Schützengraben verharren zu müssen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die emotionalen Systeme "völlig runddrehen" und in gewisser Weise dann in den körperlich Bereich hinein kollabieren.
Die so schwer beschädigte psychische Integrität eines solchen Menschen im Schützengraben (von der geistigen Integrität ganz zu schweigen) droht nun zunehmend auch die physische Integrität (die sowieso schon auf Grund der ganzen Kriegssituation geschwächt ist) zu schädigen. Die "Nerven" des Soldaten "liegen blank" und leiden im wahrsten Sinne des Wortes unter dem Zusammenbruch seines GEMÜTS. Die Folge davon: Der Soldat bekommt schließlich das große ZITTERN!
So gesehen könnte man zusammenfassend sagen:

EXISTENTIELLE UNGERECHTIGKEIT erzeugt den ZITTERNDEN MENSCHEN!

So weit ein erster Versuch mittels meines Ansatzes, das Phänomen des "KRIEGSZITTERN" in aller Kürze schlüssig zu erklären. Es wird sich ja zeigen, ob ich hier mit meinem Ansatz richtig liege.

...und wenn ich nun gar noch in unsere zitternde ANGST-Gesellschaft schaue und dabei all die unmenschliche GEWALT in Blick nehme (um die es uns hier ja schließlich gehen soll), dann sehe ich die riesigen Flügel des ENGELS DER MENSCHHEIT und höre diese in unserer "Betroffenheits-Demokratie" unverschämt laut rauschen. Aber vielleicht lernen wir ja alle mit den "Augen" des ENGELS DER MENSCHHEIT endlich die WAHRHEIT wieder zu sehen, denn wie steht es schon geschrieben:

"Sie konnten nach allen vier Seiten laufen und änderten beim Laufen ihre Richtung nicht.
Ihre Felgen waren so hoch, daß ich erschrak; sie waren voll Augen, ringsum bei allen vier Rädern."

... und wir fangen so vielleicht auch an zu sehen, wie wir uns zunehmend in einen wahrlich gewalttätigen Stellungskrieg um den MAMMON hineinziehen lassen und immer mehr dazu übergehen, uns mit unserem "eingefahrenen Denken" uns immer mehr auf eine äußerst bedenkliche Weise in einen "monetären Schützengraben" zu verschanzen drohen, in dem nun auch immer mehr Menschen das kalte Grausen bekommen und so zwischen existentieller Ohnmacht und bodenloser Verzweiflung erzittern läßt (vgl. Finanzkrise, Wirtschaftskrise, ... Arbeitskrise), so dass sich inzwischen sogar schon Milliardäre anscheinend aufs Bahngleis legen, um endlich diesem unerträglichen Szenario dieses "monetären Schützengrabens" unserer Tage zu entfliehen.
Stellen wir uns also auch der Frage, was Menschen letzten Endes wohl in den Suizid treibt? Sigmund Freud spricht in diesem Zusammenhang noch vom TODES-TRIEB. Meiner Einsicht nach wird die Freudsche Theorie der Psyche des Menschen heute nur mehr sehr begrenzt gerecht. Denn es ist wohl weniger ein TRIEB, der Menschen in den Tod treibt, sondern eher die SUCHT DER VÖLLIGEN VERZWEIFLUNG, die Menschen in die SELBSTTÖTUNG hineinzieht!
Man könnte doch fast sagen, dass es in dieser VERZWEIFLUNG AM LEBEN, die tiefe tiefe SEHNSUCHT nach FRIEDEN ist - nach ewigen FRIEDEN. Steht nicht auch so auf manchem Grabstein: “ER RUHE IN FRIEDEN!”

Doch wer sich tiefergehend mit dieser zu hinterfragenden JENSEITS-SEHNSUCHT nach EWIGEN FRIEDEN vernünftig auseinandersetzt, der wird feststellen müssen, dass es letzten Endes immer um eine FLUCHT aus dem Hier und Jetzt handelt. Diese anfängliche FLUCHT-SEHNSUCHT kann beim Menschen durchaus verselbständigen und sich so in eine lebensbedrohende SUCHT verwandeln, die nur mehr ein Ziel kennt: SELBST-TÖTUNG. Aus diesem Grunde noch ein paar weitere Gedanken zum komplexen Wirkkreis von TRIEB und SEHNSUCHT im menschlichen GEMÜT. Schauen wir also mit den AUGEN DES ENGELS DER MENSCHHEIT noch genauer hin, was es denn mit dem GEMÜT DES MENSCHEN auf sich hat. Vielleicht beantwortet sich die Frage nach SELBST-TÖTUNG dann ganz von selbst:

Meinem Ansatz nach, ist ein BEDÜRFNIS wie auch eine NEIGUNG in gewisser Weise ein sekundäres Vermögen im GEMÜT DES MENSCHEN. BEDÜRFNISSE und NEIGUNGEN sind sozusagen die natürlichen ÜBERSETZUNGEN DES GEMÜTS für den VERSTAND und sein reflektierendes Vermögen (vgl. z.B.: etwas als "Notwendigkeit erkennen" und dagegen einen "Wunsch äussern").
Das primäre POTENZIAL im Menschen ist jedoch der naturheitliche TRIEB wie auch die menschheitliche SEHNSUCHT (vgl. dazu auch ergänzend meine grundlegende Unterscheidung in NATURHEIT und MENSCHHEIT in dem hier zugrundegelegten Denk-Ansatz) .
 
Die natürlichen TRIEBE teilen wir uns gemäß dem NETZWERK NATUR vor allem auch mit höher entwickelten Säugetieren: SÄTTIGUNG, BEWEGUNG, SPIEL und SEX. In diesem NETZWERK NATUR gibt es das Phänomen der GRUPPE (vgl. dazu "Gruppen, Rudel, Schwärme"):
Irgendwie - wenn dies auch noch nicht systematisch erforscht wurde - gibt es in diesen Gruppen anscheinend sowas wie NATÜRLICHE SCHUTZSYSTEME, die da sind: SCHMERZ, ANGST, EKEL und SCHAM.
Diese von der NATUR vorgegebenen SCHUTZSYSTEME ermöglichen erst den SCHUTZ des INDIVIDUUMS selbst, wie des INDIVDIUUMS in der GRUPPE, wie auch den SCHUTZ der ganzen GRUPPE selbst. Meine Vermutung ist nun, dass diese SCHUTZMECHANISMEN auch irgendwie mit dem sogenannten "genetischen Markern" für Art- und Stammgenossen-Erkennung/Genpool-Erkennung in Zusammenhang stehen (vgl. dazu BLOOM, Howard: The Lucifer Principle – A Scientific Expedition into the Forces of History). Eine sehr anschauliche und auch unterhaltsame Zusammenfassung dieses Prinzips findet sich in einem Vortrag von V.F. Birkenbihl an der TU München zur MEMETIK im Jahre 1999 mit dem Titel "Viren des Geistes". Dazu ein kurzer Ausschnitt:

 

Von diesem Naturphänomen ausgehend, leite ich dann ab, dass beispielsweise sich auch Menschenaffen (und wohl auch andere höher entwickelte SäugeTiere) zu EKELN oder SCHÄMEN vermögen! (Die Diskussion, die in Bezug auf EKEL und SCHAM zwischen Psychologen und Verhaltensforschen geführt wird, ist schon "Offenbarung" genug).

TRIEBE und VITALE SCHUTZMECHANISMEN teilen wir MENSCHEN also ohne Wenn und Aber mit der Tierwelt. (Kant würde jetzt von der "TIERHEIT in uns" sprechen). Aus diesem komplexen Zusammenspiel von TRIEBEN und natürlichen SCHUTZSYSTEMEN geht auch das hervor, was ich oben schon mit BEDÜRFNIS angedeutet habe.
Weil nicht nur das TIER, sondern auch der MENSCH verständlicher Weise gar viel dafür tut, um diese GRUND-BEDÜRFNISSE zu befriedigen - es geht hier ja im wahrsten Sinne des Wortes um sein LEBEN -, ist die BEDÜRFNISBEFRIEDIGUNG sehr sehr ernst zu nehmen (gerade auch mit Blick auf die Ursachen von GEWALT).
 

Ein BEDÜRFNIS ist also das, was der MENSCH
zum ÜBERLEBEN (in der Gruppe) braucht!

Interessanterweise gibt es hier auch einen bedenkenswerten Zusammenhang zur ERZIEHUNG und damit auch zur BILDUNG! Wenn wir wirksame Erziehungsmethoden genauer betrachten, dann haben die immer schon etwas mit SCHMERZ, ANGST, EKEL oder SCHAM zu tun gehabt. Wobei wir inzwischen erkannt haben dürften, dass das mit SCHMERZEN oder ANGST ERZIEHEN ganz schön problematisch ist! (Vgl. dazu auch “Gewaltfreie Erziehung”) Vor allem wenn es unbewusst oder gar noch willkürlich gemacht wird!!!
... "MISSBRAUCH von GEWALT" (unmenschliche Strafen, menschenunwürdig Disziplinierung, ... bis hin zum Selbstverständnis von STRAFVOLLZUG) kommt also nicht von ungefähr!

Darum ist auch unsere Gesellschaft irgendwie pervers geworden, weil sie als KAPITALISTISCHE KONSUMGESELLSCHAFT inzwischen dazu übergegangen ist, des (RENDITE-)WACHSTUMS wegen, die BEDÜRFNISSE des MENSCHEN mit all den modernen Errungenschaften eher absichtlich zu reizen als zu stillen - und immer mehr dazu übergeht, NEIGUNGEN zu BEDÜRFNISSEN zu erklären und damit fatalerweise auch schon eine große Anzahl von "KÜNSTLICHEN BEDÜRFNISSEN" erzeugt. Ich persönlich finde das schon mehr als abartig, wenn ein Wirtschaftssystem dazu übergeht, diese "KÜNSTLICHEN BEDÜRFNISSE" mittels Musik, Film und vor allem auch Werbung über alle Maßen zu favorisieren und auch billigst zu verschleudern - und dagegen die Befriedigung der "NATÜRLICHEN BEDÜRFNISSE" völlig überteuert dem bedürftigen Verbraucher fast “unbezahlbar” vorzuenthalten!
... für mich persönlich ist das nur mehr "KRANK"!

Z.B. sollen ja auch die allgemeinen MENSCHENRECHTE nicht die NEIGUNGEN von Menschen schützen, sondern mittels MENSCHENRECHT soll ja letzten Endes jedem Menschen zumindest wenigstens das zugestanden werden, was er wirklich zum ÜBERLEBEN braucht (1. Generation) und maximal auch das, was die Voraussetzungen dafür schafft, dass der MENSCH ein LEBEN IN WÜRDE führen kann (3. Generation) - und dazu gehört nun mal auch das MITEINANDERLEBEN in RECHT (= SICHERHEIT) und ORDNUNG (= GESUNDHEITS-Vorsorge und -Versorgung) - also das LEBEN in entsprechenden funktionierenden staatlichen Strukturen.
Deshalb gewähren MENSCHENRECHTE auch aus besagtem Grund beispielsweise:

  • Recht auf Nahrung/Wasser SÄTTIGUNG,
  • Habeas-Corpus-Akte BEWEGUNG,
  • Recht auf Meinungs-, Bildungs-, Versammlungs-, Forschungsfreiheit, ... SPIEL,
  • Recht auf Ausübung von Religion und vor allem auch GEWISSENSFREIHEIT SCHAM.

... und wie jeder von uns wohl Einsehen muss, ein RECHT auf LIEBE beispielsweise oder sogar noch die PFLICHT ZU LIEBEN  kann es eigentlich nie geben und wird es hoffentlich auch nie geben (... und wer in diesem Zusammenhang versucht die BOTSCHAFT EINES JESUS VON NAZARETH dahingehend zu missbrauchen, der versündigt sich zutiefst an GOTT und den MENSCHEN - ... allerdings, wenn ich da mal wieder einen Blick in unsere von einer BETROFFENHEITS-DEMOKRATIE verwalteten kapitalistischen Konsumgesellschaft wage, was die aus diesem "ANSPRUCH" macht [vgl. z.B. Weihnachten, ...], dann ...).

Denn LIEBE ist und bleibt letzten Endes immer ein wahrlich GÖTTLICHES GESCHENK!

... und wenn wir uns so mal durch das, was wirklich ein BEDÜRFNIS ist tiefergehend durchbuchstabieren, dann werden wir auch erst anfangen zu begreifen, welche Bedeutung eigentlich SEHNSUCHT (auf FRIEDEN) und die daraus hervorgehenden NEIGUNGEN wohl für unser einmaliges LEBEN haben!
... dann versteht man vielleicht auch wieder eher, was ein JESUS meinte mit:

"Frieden hinterlasse ich euch,
meinen Frieden gebe ich euch;
nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt,
gebe ich euch."
(Joh 14,27)

... und so werden wir auch besser verstehen, wie es um unsere (verdrängten) NEIGUNGEN und die damit vielleicht einhergehenden SÜCHTEN bestellt ist.
Was es mit NEIGUNGEN und SÜCHTEN auf sich hat, das lässt sich ja sehr anschaulich mit den ACHT TODSÜNDEN aufzeigen (siehe auf dieser Homepage meine Ausführungen dazu weiter unten).

Diese zu todbringenden SÜCHTEN entarteten NEIGUNGEN versuche von meinem Schaubild ENGEL DER MENSCHHEIT ausgehend, im systematischen Zusammenhang mit SEHN-SUCHT aufzuzeigen:
 

SEHNSUCHT nach ZUGEHÖRIGKEIT:
Ess-Sucht
(Völlerei)
Sex-Sucht (Wollust)


SEHNSUCHT nach GERECHTIGKEIT:
Flucht-Sucht (Trägheit)
Kampf-Sucht (Zorn)

SEHNSUCHT nach WÜRDE:
Gewinn-Sucht
(Gier)
Vorteils-Sucht (Neid)

SEHNSUCHT nach LIEBE:
Ehr-Sucht
(Stolz)
Herrsch-Sucht (Macht[-geilheit])
oder auch libido dominandi)

Eine SUCHT ist meiner Definition nach, eine NEIGUNG, die sich wohl letzten Endes auf Grund von Orientierungslosigkeit oder gar Sinnlosigkeit (also dem Verkennen/Verdrängen der eigentlichen SEHNSUCHT - denn nur wahre SEHN-SUCHT macht auch SINN!), zwanghaft im Verhalten eines Menschen (um ihrer Selbst willen) verselbstständigt und so dann mit der Zeit auch zunehmend neuronale Muster im Gehirn für dieses SUCHTVERHALTEN ausbildet.

SÜCHTE und NEIGUNGEN haben sehr viel miteinander zu tun -
genauso, wie auch BEDÜRFNISSE und ZWÄNGE viel miteinander zu tun haben.

Was im menschlichen GEMÜT
die naturheitlichen VITALEN SCHUTZSYSTEME
(SCHMERZ, ANGST, EKEL, SCHAM)
für unser TRIEB-SYSTEM sind,
das sind die menschheitlichen KARDINAL-VERMÖGEN
(=KARDINAL-TUGENDEN) (BESONNENHEIT, BARMHERZIGKEIT
[eine notwendige Korrektur meinerseits, da für mich GERECHTIGKEIT keine Tugend ist, sondern eine SEHNSUCHT],
KLUGHEIT, TAPFERKEIT)
für unser SEHNSUCHTS-SYSTEM.

Eine NEIGUNG ist also ein Vermögen unseres Gemüts,
das den MENSCHEN dabei hilft,
in FRIEDEN miteinander ein LEBEN IN FÜLLE zu gestalten!

 

Zusammenfassende und abschließende Bemerkung zu "BEDÜRFNISSEN und NEIGUNGEN":

Menschliche BEDÜRFNISSE unterliegen dem GESETZ der NATURHEIT!
Menschliche NEIGUNGEN dagegen unterliegen der MORAL der MENSCHHEIT!

 

... und noch ein Wort zur "GEWALT":
auf der Grafik ist das Wort “GEWALT” genauso groß wie "MENSCHHEIT" geschrieben!
(wenn jetzt jemand meint, dass es auf der Grafik zu dominant sei, dann es vielleicht auch an der Wahrnehmung des Einzelnen, der wohl eher "Schwarz" sieht als "Weiß"!!! ;-) )

GEWALT ist aber ohne Frage das Problem der MENSCHHEIT schlechthin!
... das bedeutet aber nicht, dass ich jetzt das Phänomen "GEWALT" gleich als etwas grundsätzlich Negatives erachte.
Nur wenn wir GEWALT seinem Wesen nach noch verstehen - dazu bedarf es des persönlichen GEWISSENS und eines entwickelten SCHULD-BEWUSSTSEINS -, dann kann auch verhindert werden, dass GEWALT in der MENSCHHEIT als das absolut BÖSE in Erscheinung tritt!

SO GESEHEN IST WOHL
GEWISSENSBILDUNG UND SCHULDBEWUSSTSEIN
DAS WIRKSAMSTE WEIHWASSER ALLER ZEITEN
GEGEN TEUFEL&CO!

GEWALT muss als Problem für uns daher immer eine HERAUSFORDERUNG bleiben und darf nie und nimmer dem Denken sozusagen als Lösungsansatz dienen (vgl. DENKEN vom GERECHTEN KRIEG)

... und falls jetzt unter den aufmerksamen Leserinnen oder Lesern jemand in diesem Zusammenhang irgendwie die "LIEBE” vermissen sollte - dann möge er sich doch auf auf den Seiten meiner Homepage einmal umschauen!
... denn LIEBE ist für mich eben nicht nur ein Gefühl oder ein Gedanke, oder eine Idee, sondern es gilt:
 

DEUS ET DIGNITAS ET CARITAS EST!
 

... und von diesem Wort ausgehend wird auch hinsichtlich einer phänomenalen Betrachtung des menschlichen Verstandes, der Sprache, der Vernunft, des Intellekts, der Kognition, der Logik, zum besseren Verständnis des ENGELS DER MENSCHHEIT notwendig.
Aber vielleicht reicht da ja vorerst der Hinweis auf unseren Bibeltext:

"Über den Köpfen der Lebewesen war etwas wie eine gehämmerte Platte befestigt,
furchtbar anzusehen, wie ein strahlender Kristall, oben über ihren Köpfen."

... und was das spirituelle Phänomen betrifft, das dann den ENGEL DER MENSCHHEIT in den ENGEL DES HERRN verwandelt und uns so schließlich die HERRLICHKEIT DES HERRN in all ihrer GÖTTLICHEN GEWALT offenbart, da kann ich dann ebenfalls nur wieder auf den Propheten Ezechiel verweisen der da spricht:

"Oberhalb der Platte über ihren Köpfen war etwas, das wie Saphir aussah und einem Thron glich. Auf dem, was einem Thron glich, saß eine Gestalt, die wie ein Mensch aussah. Oberhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie glänzendes Gold in einem Feuerkranz. Unterhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie Feuer und ringsum einen hellen Schein. Wie der Anblick des Regenbogens, der sich an einem Regentag in den Wolken zeigt, so war der helle Schein ringsum. So etwa sah die Herrlichkeit des Herrn aus."

... Der Friede Gottes sei also mit Dir und mit mir. 
Friede Gottes sei mit uns!
Und Friede Gottes sei unter uns!
 

... denn der FRIEDE GOTTES, “der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.” (Phil 4,7) Dieser Zuspruch des Apostels der Völker, also das Wort des HEILIGEN PAULUS an seine Gemeinde in Philippi, ist auch der visionäre Hintergrund, der diesem Schaubild des ENGELS DER MENSCHHEIT zu Grunde liegt.
Von dieser umfassenden Sichtweise abgeleitet, lege ich für die weitere Auslegung meines Ansatzes in Bezug auf “GERECHTER FRIEDE” daher noch die folgenden zwei Definitionen für MENSCHHEIT und MENSCHENWÜRDE fest:

MENSCHHEIT bedeutet vor allem die immer währende Dialektik von LIEBE und WÜRDE.

Unter der dialektischen Menschheitsgröße WÜRDE ist hier dagegen
die ewige Dialektik von Freiheit und Verantwortung zu verstehen.

Vor dem Hintergrund einer durch den Nationalsozialismus bedrohten MENSCHHEIT - also auch einer damit einhergehenden würdelosen Ideologie jenseits von Freiheit und Verantwortung - formulierte US-Präsident Franklin Delano Roosevelt am 6. Januar 1941 seine berühmten vier Freiheiten:
“In künftigen Tagen, um deren Sicherheit wir uns bemühen, sehen wir freudig einer Welt entgegen, die gegründet ist auf vier wesentlichen Freiheiten des Menschen. Die erste dieser Freiheiten ist die der Rede und des Ausdrucks, und zwar überall in der Welt. Die zweite dieser Freiheiten ist die, Gott auf seine Weise zu verehren, für jedermann und überall. Die dritte dieser Freiheiten ist die Freiheit von Not. Das bedeutet, weltweit gesehen, wirtschaftliche Verständigung, die jeder Nation gesunde Friedensverhältnisse für ihre Einwohner gewährt, und zwar überall in der Welt. Die vierte Freiheit aber ist die von Furcht. Das bedeutet, weltweit gesehen, eine globale Abrüstung, so gründlich und so lange durchgeführt, bis kein Staat mehr in der Lage ist, seinen Nachbarn mit Waffengewalt anzugreifen, und zwar überall in der Welt.“

Wie ich diese visionäre Schau Roosevelts von den vier Freiheiten, die vollkommen sowohl die Naturheit wie auch die Menschheit des Individuums erfassen, in den untrennbaren Zusammenhang von MORAL und GERECHTER FRIEDE stelle, das erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

 

Zusammenfassung der Botschaft des ENGELS DER MENSCHHEIT:

GUrsache2

Was die bisherige WISSENSCHAFT
für das NETZWERK NATUR bedeutet,
das bedeutet in Zukunft GERECHTER FRIEDE
für das NETZWERK MENSCH!

GERECHTER FRIEDE
ist ein umfassendes MORAL-PRINZIP,
das das FEUER DER GEWALT,
der WÜRDE DES MENSCHEN gemäß,
global zu domestizieren vermag!
[Die Ebenen der Gesichter und Räder]

Der JESUANISCHE IMPERATIV
formt konstruktiv
mittels dem gezähmten FEUER DER GEWALT
die kosmische JESUS-CHRISTUS-ACHSE,
um die sich das RAD DER GESCHICHTE dreht.
[Die Ebene der Platte]

Die Erkenntnis der Menschheit
DEUS ET DIGNITAS ET CARITAS EST
ist der göttliche FRIEDENSWAGEN
der die MENSCHHEIT
ins ZEITALTER DES MENSCHEN
bringen wird.
[Die Ebene des Throns]

 

Diese tief- und weitreichende Einsicht versuchen die Seiten meiner Homepage aus sehr unterschiedlichen Richtungen anzudenken. Leider sind diese Seiten im Großen und Ganzen noch sehr fragmentarisch. Die schlüssige Systematik einer neuen MENSCHHEITSETHIK erfolgt aber Schritt für Schritt.

Falls ich dennoch Ihr Interesse - trotz des noch äußerlich chaotischen Eindrucks meiner Site - geweckt haben sollte, dann würde ich mich freuen, wenn Sie Ihre Offenheit, auch gegenüber meiner bisher nur ansatzweise vorgestellten Menschheitsethik behalten würden. Diese grundsätzlich neue Menschheitsmoral sehe ich nämlich als unabdingbare Grundlage für das menschheitliche Projekt “Gerechter Friede”.

 

Über eine Nachricht, Anregung, ... aber ebenso auch über konstruktive Kritik Ihrerseits freue ich mich.
Insbesondere würde ich mich natürlich über kreative und konstruktive Mitdenker und -arbeiter an diesem ganzheitlichen Friedens-Projekt freuen - auch wenn sich das Vorhaben gerade erst im Entstehen befindet und ich (noch) viel zu wenig Zeit für aufbringen kann.

Es grüßt Sie
in christlicher Verbundenheit

Franz Eisend