DENK4 DEUS ET DIGNITAS ET CARITAS EST

Krippe

Sternenmantel

»Nicht viel lesen, sondern 
gut Ding viel und oft lesen
 macht fromm und klug dazu.«

(Martin Luther)

 

 

Liebe Leserin,
lieber Leser!


Herzlich Willkommen
auf dieser Homepage,
die Sinn macht!

 

Damit Sie vom  “weihnachtlichen Beiwerk” nicht abgelenkt werden, habe ich diesen Bilder-Schmuck  hier gleich mal weggelassen. Wundern Sie sich also nicht über die “Schlichtheit” dieser weihnachtlichen Homepage. Es geht mir hier nicht um eine neue Nüchternheit, sondern ich dachte mir folgendes dabei:
Den weihnachtlichen Schmuck tragen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, doch schon in Ihrem Herzen! Oder?! Wenn Sie die Frohe Kunde, dass Jesu Christ geboren ist, mit Aufmerksamkeit lesen, dann malen Sie doch von selbst, Gottes Wort mit Ihren Erinnerungen, mit Ihren Sehnsüchten, mit Ihren Hoffnungen, mit Ihrer Phantasie aus. -
Und gibt es einen schöneren Schmuck für Gottes Wort, als der Schmuck Ihres Herzens?
So wünsche ich Ihnen beim Lesen dieser Seite, dass Gott Ihnen Ihr Herz mit weihnachtlicher Freude und Liebe erfüllen möge.

In christlicher Verbundenheit
Ihr Franz Eisend

 

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Sinnvolles zur Heiligen Nacht
 

Der Prophet Jesaja verkündet uns zur Weihnachtzeit:
“Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht;
über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. …
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. Seine Herrschaft ist groß, und der Friede hat kein Ende.”

(Jes 9,1; 5-6)

Der Evangelist Lukas erzählt uns dann genaueres von Jesu Geburt im Stall und den Hirten:
Für Maria kam „die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.“ (Lk 2,6-8)

Der Evangelist Matthäus bringt uns zu guter Letzt noch die Geschichte vom Stern über Bethlehem und den Drei Heiligen Königen nahe:
„Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.“ (Mt 2,2)

Lukas läßt uns durch die Engel, die Boten Gottes, sagen, warum sich mit der Geburt Jesu die uralte Verheißung des Propheten Jesaja nun erfüllt:
„Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“
(Lk 2,11)

 

Besonders wichtig sind aber die beiden Zeichen,
an denen wir die Menschwerdung Gottes erkennen sollen.
Bei Jesaja ist es 1., dass ein Licht in der Finsternis aufstrahlt
und 2., dass „uns ist ein Kind geboren“ ist.

Das aufstrahlende und wegweisende Licht als Zeichen, finden wir in der Erzählung des Evangelisten Matthäus im Stern von Bethlehem wieder:
„Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.“ (Mt 2,10)

Und vom Kind als Zeichen erzählt uns der Evangelist Lukas:
„Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.“ (Lk 2,12)

Die logische Konsequenz dieser allumfassenden Menschwerdung Gottes,
finden wir bei Jesaja auf den Nenner gebracht:
„Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter“ (Jes 9,5)

Aus dieser Geschichte und ihren Zeichen haben Menschen schon immer versucht etwas Sinnvolles abzuleiten. Und was nun die Päpste und die Kirche auf der einen Seite und die Kaiser und das Heilig Römische Reich auf der anderen Seite, über weit ein Jahrtausend hinweg mit dieser Weihnachts-Geschichte zu tun gehabt haben könnten und wie diese Denkmuster noch bis in unsere Zeit hinein weiter wirken, davon erzählt uns z.B. der Sternenmantel Kaiser Heinrich II. Das Bistum Bamberg feiert im Jahre 2007 sein 1000 jähriges Jubiläum mit dem Motto „Unterm Sternenmantel“.
Aber diese Geschichte von Krippe und Sternenmantel ist eine andere Geschichte …
und davon erzählen die anderen Seiten auf dieser Homepage.

 

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Liebe Leserin, lieber Leser,
hier möchte ich Ihnen ja etwas Sinnvolles
zur Feier der „Heiligen Nacht“ sagen!

Wenn uns ein Kind geboren wird, wie das in der Weihnachtsgeschichte erzählt wird, dann hat dies auch immer viel mit Gottes unfassbarer Schöpfung zu tun. Das Kind ist ja ein Geschöpf Gottes – aber in Wahrheit noch viel mehr: das Menschenkind ist nämlich Gottes liebstes Geschöpf.
Gottes Wirken beginnt mit seiner Schöpfung und insbesondere mit der Erschaffung des Menschen. In jeder Geburt eines Menschen erleben wir dieses unbegreifliche Wunder der Schöpfung aufs Neue. In der Bibel lesen wir dazu folgendes:
"Gott schuf also den Menschen als sein Abbild;
als Abbild Gottes schuf er ihn.
Als Mann und Frau schuf er sie.”
(Gen 1,27)

Im Psalm 8 wird diese Schöpfung des Menschen
als Abbild Gottes nochmals mit einem großartigen Wort bestätigt:
“Seh' ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, daß du an ihn denkst,
des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als GOTT,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.”
(Ps 8,4-6)

Diese Erschaffung des Menschen als Gottes Abbild und dass der Mensch auf diese Weise von Gott bedingungslos geliebt wird, dies alles wird uns mit der Geburt Jesu, also in der Menschwerdung Gottes offenbar. Das Kind in der Krippe eröffnet uns daher die ganze unbegreifliche Dimension eines erfüllten Lebens in Würde und Liebe.
Wie weise spricht daher der Psalmist:
„Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob“.
(Ps 8,3)

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Aber was hat nun diese unfassbare “Würde des Menschen”
mit unserem “Fest der Liebe” zu tun?

Was beschäftigt uns bei der Weihnachtsgeschichte am meisten?

Was öffnet unser Herz und macht es mutig und bereit für Neues?

Was bringt uns dazu, dass wir wenigstens in „Heiliger Nacht“ uns schwer damit tun, den bittenden Fremden oder den Hilfe suchenden Außenseiter ohne viel Nachzudenken abzuweisen!?

Was erweckt denn in uns, gerade in dieser “Heiligen Nacht”, diese übergroße Sehnsucht nach Liebe, daß wir nicht allein sein möchten und Einsamkeit uns vor allem in dieser Nacht zum “Graus” wird - Liebe, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft ...(große) Gefühle, die normalerweise im (Arbeits-)Alltag über das Jahr hinweg keinen Platz haben - außer man ist mal wieder frisch verliebt oder im Kino oder wenn es im Radio heißt: “Gib mir das Gefühl zurück!”? Ansonsten ist man halt nur mal kurz “schwach” geworden!
Sind wir Menschen an Weihnachten etwa von Schwachheit geschlagen?

 

Was ist es, das uns Menschen in dieser “Heiligen Nacht” augenscheinlich menschlicher werden lässt - uns letztendlich veranlasst, uns selbst und den anderen Menschen mehr zu achten und zu respektieren als sonst?

 

Ist es diese gottgewollte Schicksalsgemeinschaft “Familie”,
die keine Herberge fand und deshalb mit einem Stall vorlieb nehmen mußte?

Ist es die romantische Nachtstimmung, in der nicht nur die Engel in der Höhe und die Hirten auf dem Felde, sondern sogar auch Ochs und Esel sich mit dieser Familie solidarisch erklären und dem Erstgeborenen Lob und Ehre erweisen?

Ist es der Stern über Bethlehem und die Drei Heiligen Könige oder Weisen, die im Morgenland aufbrechen, um das Kind in der Krippe zu huldigen und ihm Gaben des Lebens zu überreichen?

Oder ist es letztendlich nicht doch „nur“ die Menschwerdung Gottes, d.h. das Großwerden und Nahesein Gottes in Jesus? - Tun wir uns als Christen etwa schwer damit, diese angebliche “Schwachheit und Nacktheit” in aller Öffentlichkeit zuzugeben?!

Sind wir als Christen doch ehrlich: Die ganze Weihnachtsgeschichte ist nur hilfreiches “Beiwerk”, damit Gott in uns Menschen groß werden kann, damit wir das VaterUnser aus dem Herzen heraus sprechen lernen. Kinder brauchen diesen “Baumschmuck” und wir Erwachsenen mit unserem verhärteten Herzen brauchen diese weihnachtlichen “Weichmacher” erst recht!

Aber nur als reife Menschen in Christus können wir in all dem Lichterglanz und Kerzenduft ganz aufgehen und uns völlig hingeben, uns wie Kinder über das Geschenkte freuen, ohne uns dabei zu verirren und zu verlieren - denn in der ganzen weihnachtlichen (kindlichen) Freude ist uns das Wichtigste dann stets bewußt:

Die Weihnachtsgeschichte ist
um der “Menschwerdung Gottes” willen da
und nicht die “Geburt Jesu”
um der Weihnachtsgeschichte willen!

“Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt,
daß er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht,
sondern das ewige Leben hat.”

(Joh 3,16)

Nur in dieser klaren Bewußtheit von “Jesus Christus”, also in unserem Glauben von “Krippe und Kreuz”, von “Würde und Liebe”, wird unsere Freude in Gott  an Weihnachten umso größer sein.

Wir Menschen von heute leben einerseits in einer überaus hektischen und alles überwuchernden Marktgesellschaft, in der unsere „Freiheit“ auf Scheckkartengröße geschrumpft ist, so dass wir sie ohne Rücksicht auf den Anderen, uns einfach nehmen. Wir leben in einer Zeit, in der sich „ewige Liebe“ zunehmend im Wert des Goldes erhärtet – „Liebe“ schließlich vollends in sozialer Kälte erstarrt, da in der Dunkelheit unseres Lebens anscheinend nur noch das kalte Licht hart glitzernder Diamanten, den Hauch von Ewigkeit ausstrahlen!
Andererseits halten wir uns dennoch für sehr aufgeklärt und autonom – ja, wir halten uns für so frei, dass wir sogar damit anfangen uns selbst, den Menschen zu vergessen, weil wir ja schon in wissenschaftlicher Gründlichkeit das Wichtigste über ihn zu wissen glauben.

Aber gerade wegen dieser gesellschaftlichen Lebens-Verblendung brauchen wir auch die Feier der „Heiligen Nacht“ mit unseren Kindern, mit unserer Familie, mit Menschen, die uns lieb sind und uns nahe stehen. Denn nur so, werden uns mehr, als die Augen geöffnet – uns wird dann wahrlich ein Licht aufgehen und wir werden erkennen: Gerade eine Weihnacht voller Sinn, lässt uns Menschen von heute wieder klar das sehen, was wir als Menschen eigentlich sind und was wir auch als Menschen von heute, um unser Menschsein willen, eben um der Menschlichkeit willen wirklich brauchen:

 

Die Familie, deren Schicksal Gott ist,
denn sie ist die Keimzelle unserer Würde und Liebe in Gott.

 

Das ist für mich der wahre Kern der Weihnachtsgeschichte!

... und was bedeutet die Weihnachtsgeschichte für Sie?

 

 

Vorab schon wünsche ich Ihnen:

Ein gesegnetes Weihnachtsfest
und dass Gottes Freude Ihr Herz erfülle!

und

Freude und Segen Gottes in Gesundheit und Liebe
auch für das Neue Jahr 2007!

Ihr Franz Eisend

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Türme und Schuhe
oder
ICH und ER

 

ICH schmerzte mich,
weil ICH zum Laufen auf steinigem Weg keine zwei festen Schuhe angezogen hatte.

ICH ängstigte mich,
weil ICH für die Arbeit auf der Baustelle keine zwei passenden Schuhe gefunden hatte.

ICH ekelte mich,
weil ICH auf der Straße mit meinen zwei neuen Schuhen voll in die Hundescheiße trat.

ICH schämte mich,
weil ICH im 110ten Stock mit meinen zwei alten Schuhen in feiner Gesellschaft stand.


ICH war im Krieg MIT MIR und DER WELT, bis ICH IHN traf,
… IHN, der keine Füße mehr hatte, weil ER im Krieg auf eine Mine getreten war!

... soweit zu IHM!

 

Im Schmerz weinte ER mit Familien, Angehörigen und dem ganzen Volk,
weil in zwei zusammenstürzenden Türmen unschuldige Menschen zu Tausenden starben.

Vor Angst zitterte ER mit den Kindern, Frauen und Männern dieser einen Welt,
weil feige Terroristen in blindem Hass willkürlich Menschenleben tödlich bedrohten.

Aus Abscheu und Gier befahl ER IM NAMEN DER FREIHEIT den Angriff,
weil ER dazu die Leute und die Technik hatte, die Macht und das Geld dazu besaß.

In Überheblichkeit belächelte ER die Menschheit und ließ Menschen foltern,
weil ER nicht verstand, was dem Menschen Recht ist und Menschenwürde IHM bedeutet.


ER sprach von GOTT und rechtfertigte Krieg IN SEINEM NAMEN, bis ER IHN traf,
… IHN, der IM NAMEN DER MENSCHLICHKEIT unsere zwei Schuhe warf!

... soweit zu IHM!

Franz Eisend (Erfurt, Weihnacht 2008)

 

Ein paar Linkseiten zum “Schuhwurf”

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