DENK4 DEUS ET DIGNITAS ET CARITAS EST

MENSCHHEITSETHIK

NEUES DENKEN - NEUES LEBEN
Humanistisch-christliches Denken und christliche Lebensgestaltung

 

... GOTT ist LIEBE.
Die LIEBE ist die Weisheit der VERNUNFT.
Die VERNUNFT ist die Weisheit des GEFÜHLS.
Das GEFÜHL ist die Weisheit des KÖRPERS.
Der KÖRPER ist die Weisheit der NATUR.
NATUR ist WÜRDE ...

... DEUS ET DIGNITAS ET CARITAS EST! ...

 

Liebe Leserin!
Lieber Leser!

Herzlich Willkommen
auf meiner Homepage!

 

Menschheitsethik? - soll es etwa um neue ethische Weisheiten gehen? Nein, durchaus nicht! Die hier vorgestellte weisheitlichen Ethik entspricht wohl eher der “Uralten Weisheit” der Menschheit. Diese im Laufe der Menschheitsgeschichte gewachsene Weisheit wird im Kulturkreis des Abendlandes vor allem durch das Christentum und den Humanismus überliefert und gepflegt. Nach bald 20 Jahren vorbereitender Denkarbeit versuche ich die zentralen Kernaussagen dieser Weisheit unter dem Begriff “Menschheits-Ethik” in aller Vernunft zu bündeln und so Schritt für Schritt für die alltägliche Lebensgestaltung zu systematisieren. Die mediale Plattform “Internet” sehe ich als eine Möglichkeit, dieses neue moralische Denken einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Wie ich grundsätzlich das moralische Vermögen des Menschen einordne, das soll die folgende Analogie aufzeigen:

Was die Empfindung für den Körper,

was das Gefühl für das Gemüt,

was die Vernunft für den Verstand,

das ist die Moral für den Glauben!

Liebe Leserin, lieber Leser, ich lade Sie von daher jetzt ganz herzlich dazu ein, sich doch einmal auf dieses neue philosophisch-ethische Denken einzulassen und mit mir kritisch und konstruktiv in Diskussion über Moral zu treten.
Haben Sie aber  bezüglich der gegenwärtigen Unübersichtlichkeit meiner Site bitte noch etwas Geduld und bringen Sie mir diesbezüglich Verständnis entgegen. Die einzelnen Unterseiten der Homepage sind mühsam im Laufe der letzten Jahre Seite für Seite entstanden und bedürfen nun einer gründlichen inhaltlichen Überarbeitung und Ergänzung. Insbesondere im Bereich von “Individuum” / “Gesundheit” und “Gruppe” / “Familie” weisen die Seiten von ihrem inhaltlichem Aufbau her noch große Gedankensprünge auf. Sehen Sie es mir also bitte nach, dass die Umsetzung der nachfolgenden Seiten in eine zusammenhängende und schlüssige Untergliederung wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Dennoch möchte ich Ihnen wenigstens mittels Tabelle schon einmal skizzenhaft die Systematik aufzeigen, auf der die hier vorgestellte Menschheitsethik aufbaut. Sie entwächst nämlich der phänomenalen Neuinterpretation des theologischen Begriffes ”CHRISTUS”, so wie der Apostel Paulus dieses Überwort ursprünglich vor bald 2000 Jahren geprägt und für seine Zeitgenossen moralisch ausgelegt hat.

CHRISTUS ALS PHÄNOMEN

(Bitte die Tafel der von unten nach oben aufbauenden Systematik nach,
also die Zeilen von unten nach oben lesen!)
 

Christus

Ich gebe an dieser Stelle durchaus zu, dass meine denk4-Methode, die das systematische Raster für diese Tafel bildet, vielleicht auf den einen oder anderen noch sehr steif und schubladenmäßig wirken mag. Mein Denkansatz bedarf sicherlich noch der kreativen Verlebendigung und ebenso der konkreten Umsetzung ins alltägliche Leben. Aber unabhängig davon, steckt in der Christus-Tafel ein gewaltiges Potential, das uns durchaus dabei helfen kann, die bisherigen “religiös-spirituellen” Denkraster zu verlassen, die den komplex-moralischen Herausforderungen einer globalen Zukunft zunehmend weniger gewachsen sind. Die ganze göttlich-teuflische Entwicklung innerhalb der Religionen führt uns anscheinend früher oder später zu einer phänomenalen Schlüsselaussage bezüglich dem “Bösen”, der sich inzwischen auch das moderne Christentum zu stellen hat: “Je besser nun Gott wird, desto schwieriger wird es nun zu erklären, weshalb trotzdem Böses sich ereignet.” (Wilhelm Schmidt-Biggemann, Philosoph - im Video bei 2:23 min):

 

Ein weiterer Gedanke: Die Methode von Vera F. Birkenbihl könnte beispielsweise eine Art und Weise des kreativen Herangehens an die “Schubladen” dieser Tabelle sein. Die Christus-Tabelle wäre demnach als “MEM-PLEX” zu begreifen, dessen “geistiger Virus”  mit der Zeit seine befreiende Wirkung im gesellschaftlichen Bewusstsein und Denken entfaltet. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Christus-Tafel im wahrsten Sinne des Wortes ein “Denk-Tool” ist, das unseren religiös-spirituellen Horizont mittels Vernunft gewaltig zu erweitern vermag. Fundamentalistisches Denken engt dagegen (durch Unvernunft) unseren Horizont immer mehr ein.

 

Links zum Vortrag und Literaturliste

Für mich persönlich bedeutet über “CHRISTUS” zu philosophieren nichts anderes, als meine Liebe zur Weisheit sehr ernst zu nehmen! Weisheit wird aus gutem Grunde schon den alten Griechen und Römern nachgesagt. Drei klassische Redewendungen und eine neue, durch mich geprägte Redewendung, sollen nun das ethisch umfassende Spektrum dieser Homepage andeuten:

Omnium rerum homo mensura est!
Der Mensch ist das Maß aller Dinge! (Protagoras)

Onus est honos! 
Würde ist Bürde!

Omnia vincit amor, et nos cedamus amori!
Die Liebe besiegt alles, lasst auch uns der  Liebe nachgeben! (Vergil)

Deus et dignitas et caritas est!
Gott ist sowohl Würde als auch Liebe! (Eisend)

“Deus et dignitas et caritas est!” ist die inhaltliche Zusammenfassung der ersten drei klassischen Zitate im Kontext eines humanistisch-christlichen Denkens, das im voranschreitenden Prozess von “Gerechter Frieden” künftig seine konkret praktische Umsetzung finden wird. Meiner persönlichen Einsicht nach, ist der christliche Glaubenskern das unverzichtbare liebevolle Pendant zum überaus reichhaltig würdevollen humanistischen Erbe. Meines Erachtens wird der Kern des christlich-humanistischen Denkens seit jeher in den beiden Superbegriffen von “Menschheit” und “Gott” in Reinstform tradiert. Durch den neu interpretierten CHRISTUS-Begriff werden zukünftig auch die beiden Schlüsselbegriffe “Würde” und “Liebe” zu neuem “Leben” erweckt und können so zukünftig im menschheitlichen Kontext ihre umwälzende Eigendynamik zum Wohle des Menschen entfalten. Damit wird den zukünftigen Generationen der Menschheit JESUS CHRISTUS wieder ganz neu im Lichte der Vernunft erstrahlen.
Einst sprach Jesus von Nazareth während seiner berühmten Bergpredigt (Mt 5-7) von der Erfüllung des Gesetzes (Mt 5,17-18) in der Liebe zu Gott und den Menschen. Seinem Kern nach, ist dieses befreiende Wort Jesu für mich persönlich, die Rede vom wahren “GOTTESDIENST” (vgl. dazu auch Am 5,21-24). Das ganze Reden und Handeln Jesu hat im sogenannten JESUANISCHEN IMPERATIV (Mk 2,27) seine vernünftige Achse, um die sich dann in der Nachfolge letztlich auch der paulinische CHRISTUS-Begriff dreht. Meines Erachtens ist es daher an der Zeit, das ursprüngliche Selbstverständnis Jesu von GOTTESDIENST und den kirchlichen Zentralbegriff CHRISTUS eines Apostel Paulus, vernünftig in unsere moderne Zeit zu übersetzen. Auf diese Art und Weise werden in Zukunft auch die (unter sich leider oft zerstrittenen) Christen dieser Welt, im wahren GOTTESDIENST durch die lebendige Einheit von LEIB und BLUT CHRISTI (= Eucharistie), dann endlich zur langersehnten EINHEIT DER CHRISTEN geführt: “Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder denselben Dienst leisten, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander gehören.” (Röm 12,4-5).
Vor dem geschichtlichen Hintergrund eines christlich-humanistischen Abendlandes wird auch plausibel, warum zukünftig denn gerade die CHRISTENHEIT im Werdegang von “Gerechter Friede” ihren allesentscheidenden Beitrag für eine menschlichere Welt zu leisten vermag. Der globale Prozess von “Gerechter Friede” jedoch bedarf einerseits der lebendigen Übersetzung von Jesu revolutionären GOTTESDIENST-Wort und andererseits auch der Neuauslegung vom paradigmenbildenen CHRISTUS-Begriff eines Apostel Paulus. Mit CHRISTUS ALS PHÄNOMEN ist sicherlich ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung bedacht.
Allerdings! Meiner tiefsten Herzens-Einsicht nach, bedarf es zudem noch eines befreienden WORTES - eines das von IHM selbst kommt ... und das ist nun, lieber Leser, liebe Leserin, weniger eine Frage des Verstandes, sondern eher eine Frage des Glaubens! Aus diesem Grunde kann Ihnen dieses neue zentrale GEBOT GOTTES nicht “vernünftig erklären”, sondern ich kann es Ihnen nur im Vertrauen ans Herz legen:

Der Würde des Menschen dienen
und sich selbst und und den Nächsten lieben!

Bei diesem persönlichen “GLAUBENSWORT” entspricht der ethische Oberbegriff “Würde” ganz der lebendigen Dialektik von Freiheit und Verantwortung in Liebe. In diesem Zusammenhang geht der hier verwendete absolut positive Begriff von “Menschenwürde” weit über die wohl eher negativ konnotierte “Bürde” von “Amtswürde” in der oben angeführten klassisch-lateinischen Redewendung hinaus.
“Gottesliebe” erfährt in dieser neuen Sichtweise seine praktische Konkretisierung im Respekt und in der Achtung vor der Würde des Menschen. Das zusammenfassende neue Gebot „Der Würde des Menschen dienen!“ entspricht also ganz der „Gottesliebe“ und ist damit die moderne Übersetzung der sogenannten „Ersten Tafel“ der Zehn Gebote: 1. „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“; 2. „Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.“; 3. „Gedenke, dass du den Sabbat heiligst.“ Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Übersetzung in Zukunft eine neue, eine wahrlich lebendige und vernünftige Rede von „Gottes- und Menschenliebe“ ermöglichen wird. Letztlich geht es auf dieser Hompage auch darum, unseren bisherigen Begriff von “Menschenwürde” ganzheitlicher zu bedenken und damit der “Liebe zu Gott” einen zeitgemäßen und allgemeingültigen Ausdruck zu geben.
Des weiteren sollen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, - ich will mein missionarisches Anliegen an dieser Stelle nicht verschweigen - durch diese Internetseiten dazu eingeladen und auch ermutigt werden, Ihr persönliches Leben mit ganzem Herzen, also mit dem ganzen Vermögen ihres Verstand und dem ganzen Vermögen ihres Gemüts, nach dem folgenden Gebot auszurichten:
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ (Lev 19,18, Mt 5,43; Mt 19,19; Mt 22,39, Mk 30-33, Lk 10,27; Röm 13,9).

Etwas ausführlicher habe ich diese Einladung und Ermutigung zu einer neuen “Menschheitsethik”, deren moralischer Anspruch im neuen GEBOT GOTTES mündet, in meinem Ethischen Bausatz ausgeführt. Verstehen Sie bitte diesen moralischen Bausatz als ersten Entwurf, eine neue Ethik unabhängig von Kultur und Religion für die Menschheit zu formulieren - auch wenn ich dabei immer wieder auf den CHRISTUS-Begriff zurückkomme. Diesem universalethischen Anspruch versuche ich Rechnung zu tragen, indem ich auf die soziale Hardware des Menschen zurückgehe: nämlich Brauchtum und Sitte. Die vier moralischen Prinzipien, auf die systematisch eine zukünftige Menschheitsethik aufbaut, sind:

1. Alle Menschen sind gleich wert!

2. Wie ich Dir so Du mir!

3. Brauch und Sitte sind um des Menschen willen da
und nicht der Mensch um der Sitte und des Brauches willen!

4. Der Würde des Menschen dienen
und sich selbst und und den Nächsten lieben!

(Der Ethische Bausatz als PDF-Datei zum Download)

 

Des weiteren erfordert diese neue Menschheitsethik in Zukunft auch so was, wie eine ”Konstruktive Aufklärung”. Von daher gilt es, den gegenwärtigen Paradigmenwechsel, also den Übergang vom “Zeitalter der kritischen Aufklärung” in ein zukünftiges ”Zeitalter der konstruktiven Aufklärung”, dem interessierten Leser bewusst zu machen. Die nachfolgende Übersicht soll Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, wie ich diesen voranschreitenden Prozess des menschlichen Denkens und den damit einhergehenden Paradigmenwechsel sehe:

Menschheit

Meiner Einsicht nach befinden wir uns also derzeit im Übergang vom bisherigen “trinitätischen Paradigma” der Kritischen Aufklärung zum quaternitätischen Pradigma der Konstruktiven Aufklärung (vgl. dazu auch denk4-Ansatz). Mindestens zwei eindeutige Hinweise die bei genauerer Betrachtung in einem untrennbaren Zusammenhang stehen, lassen sich dazu ausfindig machen. Der eine ist eine Vision Kants von Freiheit und andere ist der Artikel 1,1 GG. Beide sind, meiner Einschätzung nach, wahrlich bedeutende Hinweise dafür, dass gegenwärtig ein epochaler Paradigmenwechsel stattfindet. Der berühmte Denker Immanuel Kant schreibt:
“Wenn denn die Natur unter dieser harten Hülle den Keim, für den sie am zärtlichsten sorgt, nämlich den Hang und Beruf zum freien Denken, ausgewickelt hat: so wirkt dieser allmählich zurück auf die Sinnesart des Volks (wodurch dieses der Freiheit zu handeln nach und nach fähiger wird), und endlich auch sogar auf die Grundsätze der Regierung, die es ihr selbst zuträglich findet, den Menschen, der nun mehr als Maschine ist, seiner Würde gemäß zu behandeln.”
(aus: Immanuel Kant: Schlußsatz in der Schrift “Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?”, Königsberg 1784)

... und nicht einmal 200 Jahre später gibt es eine Verfassung, die dieses Verhältnis von Mensch und Staat geklärt hat und so nun der Mensch von der Regierung seiner Würde gemäß zu behandeln ist:

"Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."

(Artikel 1,1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949)

Was bedeutet diese staatlich garantierte “Freiheit” für den Menschen? - Was bedeutet eine Freiheit, die auf der unantastbaren Würde eines jeden Menschen gründet? Wenn ein staatliches System seinem Selbstverständnis nach, einzig und allein darin besteht, die Unantastbarkeit von menschlicher Würde zu schützen und zu achten, dann hat sich der Keim von Menschheit endgültig ausgewickelt, um nun als menschheitlicher Sproß in Freiheit und Verantwortung zu wachsen (Vgl. in diesem Zusammenhang auch Jes 11,10; Jes 53,2; Jer 23,5; Jer 33,15; Röm 15,12). Von daher kann eine Zukunft, in der konstruktive Aufklärung das Denken beherrscht, durchaus mit einem “Zeitalter der Menschwerdung” gleichgesetzt werden.
In einer konstruktiv aufgeklärten Gesellschaft wird der Staat als Rechtsgemeinschaft, zum zuverlässigen Garanten, dass Menschen zunehmend ein Leben in Würde führen können.
Der Staat ist mit seinem „Gewaltmonopol“, das ganz in den Dienst der Würde des Menschen gestellt wird, auch die unabdingbare Voraussetzung dafür, dass der Mensch sich aus den Fesseln von unmenschlicher und willkürlicher Gewalt zu befreien vermag. Ein allgemeingültiges staatliches Gewaltmonopol hat jedoch immer von folgender tiefgreifender Erkenntnis auszugehen:
 
GEWALT

”Gewalt” ist daher letzten Endes auch immer eine Frage von Erziehung und Bildung!

 

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt formulierte am 6. Januar 1941 in einer Art Vision, diese zukünftige Befreiung des Menschen von unmenschlicher und willkürlicher Gewalt mit seinen berühmten vier Freiheiten:
“In künftigen Tagen, um deren Sicherheit wir uns bemühen, sehen wir freudig einer Welt entgegen, die gegründet ist auf vier wesentlichen Freiheiten des Menschen. Die erste dieser Freiheiten ist die der Rede und des Ausdrucks, und zwar überall in der Welt. Die zweite dieser Freiheiten ist die, Gott auf seine Weise zu verehren, für jedermann und überall. Die dritte dieser Freiheiten ist die Freiheit von Not. Das bedeutet, weltweit gesehen, wirtschaftliche Verständigung, die jeder Nation gesunde Friedensverhältnisse für ihre Einwohner gewährt, und zwar überall in der Welt. Die vierte Freiheit aber ist die von Furcht. Das bedeutet, weltweit gesehen, eine globale Abrüstung, so gründlich und so lange durchgeführt, bis kein Staat mehr in der Lage ist, seinen Nachbarn mit Waffengewalt anzugreifen, und zwar überall in der Welt.“

Diese von Roosevelt skizzierte und letztlich aus der Würde des Menschen hervorgehende Freiheit von unmenschlicher, willkürlicher oder auch struktureller Gewalt systematisiere ich hier gemäß meinem Denkansatz in Bezug auf den umfassenden gesellschaftlichen Prozess von “Gerechter Friede” (vgl. dazu auch in obiger Tafel “Leib und Blut Christi”):

 

  • 1. Zu Roosevelts dritter Freiheit:
    “Die dritte dieser Freiheiten ist die Freiheit von Not.”


    Das Ende von physischer Gewalt,
    d.h. frei von unverantworteten Verletzungen menschlichen Lebens.

    Zugleich die allgemeine Förderung von “Gesundheit”,
    d.h. die Förderung der “Körperlichen Integrität” des menschlichen Individuums
    mittels Medizin nach dem Solidaritätsprinzip.

    Auf dieser untersten Freiheits-Ebene ist beispielsweise der Arzt, der Kaufmann, aber auch der Bauer und Handwerker in gewisser Weise ein Priester des Körpers!
  • vgl. dazu Artikel 1 Absatz 2 GG:
    “Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
    In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.”

    Das WICHTIGE ist das Gesetz der Gleichheit.
    Es beruht auf dem Moralischen Prinzip von:

    Alle Menschen sind gleich wert!

     

  • 2. Zu Roosevelts vierter Freiheit:
    Die vierte Freiheit aber ist die von Furcht. Das bedeutet, weltweit gesehen, eine globale Abrüstung, so gründlich und so lange durchgeführt, bis kein Staat mehr in der Lage ist, seinen Nachbarn mit Waffengewalt anzugreifen, und zwar überall in der Welt.”

    Das Ende psychischer Gewalt,
    d.h. frei von unverantworteten Bedrohungen menschlichen Lebens.

    Zugleich die allgemeine Förderung von “Familie”,
    d.h. die Förderung der “Sozialen Integrität” des menschlichen Individuums innerhalb einer Gruppe
    und ebenso verschiedener Gruppen untereinander
    mittels Recht nach dem Subsidaritätsprinzip.

    Auf dieser Freiheits-Ebene ist beispielsweise der Richter, der Parlamentarier, aber auch der Polizist oder Soldat und ebenfalls der Verwaltungsbeamte in gewisser Weise ein Priester der Gruppe!
  • vgl. dazu Artikel 3 GG:
    “(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.”

    und zudem auch Artikel 6 GG:
    “(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
    (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
    (3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
    (4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
    (5) Den nichtehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.”

    Das GUTE ist das Gesetz der Gerechtigkeit.
    Es beruht auf dem Moralischen Prinzip von:

    Wie ich Dir, so Du mir!

     

  • 3. Zu Roosevelts erster Freiheit:
    ”Die erste dieser Freiheiten ist die der Rede und des Ausdrucks, und zwar überall in der Welt.”

    Das Ende intellektueller Gewalt,
    d.h. frei für verantwortete Gestaltung im Umgang mit dem Abstoßenden und Schönen im menschlichen Leben

    Zugleich die allgemeine Förderung von “Arbeit”,
    d.h. die Förderung der “Geistigen Integrität” des menschlichen Individuums innerhalb eines Kulturbereichs
    mittels Bildung nach dem Viergliederungsprinzip.

    Auf dieser Freiheits-Ebene ist beispielsweise der Professor, der Künstler, der Lehrer, aber ebenso auch der Erfinder in gewisser Weise ein Priester der Kultur!
  • vgl. dazu vor allem Artikel 1 Absatz 1 GG:
    “Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.”
    zudem auch Artikel 5:
    “(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
    (3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.”

    oder auch Artikel 12 GG:
    “(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
    (2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
    (3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.”
    ... und ebenfalls die vielen weiteren Freiheitsrechte im GG.

    Das SCHÖNE ist das Gesetz der Würde.
    Es beruht auf dem Moralischen Prinzip von:

    Brauch und Sitte sind um des Menschen willen da
    und nicht der Mensch um der Sitte und des Brauches willen!

    ... oder auch:
    Der Staat ist um des Menschen willen da
    und nicht der Mensch um des Staates willen!
    ... oder auch:
    Das Gesetz ist um des Menschen willen da
    und nicht der Mensch um des Gesetzes willen!
    ... oder auch:
    Die Arbeit ist um des Menschen willen da
    und nicht der Mensch um der Arbeit willen!
    ... oder auch ...

 

  • 4. Zu Roosevelts zweiter Freiheit:
    ”Die zweite dieser Freiheiten ist die, Gott auf seine Weise zu verehren, für jedermann und überall.”

    Das Ende spiritueller Gewalt,
    d.h. frei für verantwortete Gestaltung im Umgang mit dem Enthüllenden und Wahren im menschlichen Leben

    Zugleich die allgemeine Förderung von “Frieden”,
    d.h. die Förderung der “Religiösen Integrität” des Individuums innerhalb der Menschheit
    mittels Globalisierung nach dem Gemeinwohlprinzip.

    Auf dieser Freiheits-Ebene ist beispielsweise jeder Mensch in gewisser Weise ein Priester der Menschheit!
  • Artikel 4 GG:
    “(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
    Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
    (3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.”
    oder auch im Artikel 7 GG:
    “(2) Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen.
    (3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.”

    Das WAHRE ist das Gesetz der Liebe.
    Es beruht auf dem Moralischen Prinzip von:

    Der Würde des Menschen dienen
    und sich selbst und und den Nächsten lieben!

    ... oder “einfach” nur einem Jesus von Nazareth Glauben schenken
    und selbst versuchen wie JESUS zu denken und zu handeln
    (vgl. dazu auch “Lernen am Modell”):

    “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben” (Joh 14,6)

 

GUrsache

Der voranschreitende Prozess von Gerechter Friede bedeutet in letzter Konsequenz die flächendeckende Verhinderung von willkürlicher Vergewaltigung des Menschen - und zwar auf allen Ebenen einer Gesellschaft. Einzig Gerechter Friede vermag daher der gegenwärtig um sich greifenden (politischen) Orientierungslosigkeit effektiv etwas entgegenzusetzen.
Aus diesem Grunde sollte auch der folgende Zusammenhang beachtet werden:

Ein Mensch, der sich selbst besser versteht, wird auch andere Menschen besser verstehen.
Ein solch konstruktiv aufgeklärter Mensch vermag sich zunehmend ganz von selbst,
aus noch vorhandenen überlieferten (unmenschlichen) Gewaltstrukturen befreien
und so dem Frieden unter den Menschen dienen.