DENK4 DEUS ET DIGNITAS ET CARITAS EST

 

NEUES DENKEN - NEUES LEBEN

 

Was wir zu glauben haben,
finden wir im Glaubensbekenntnis.

Wie wir leben sollen,
finden wir in den Zehn Geboten.

Wann wir nachdenken sollen,
finden wir im Jesuanischen Imperativ.

Wofür wir zu beten haben,
finden wir im Vaterunser.

(in Anlehnung an Thomas von Aquin)

 

 

 

Liebe Leserin!
Lieber Leser!

Herzlich Willkommen!

 

Diese Seite soll die interessierte Leserin, den interessierten Leser dazu anregen, über die Wahrheit unseres Lebens nachzudenken. Diese Wahrheit fasse ich, wie auch auf anderen Seiten angedeuet, mit den folgenden Worten zusammen:

DEUS ET DIGNITAS ET CARITAS EST!
(Gott ist sowohl Würde als auch Liebe!)
(vgl. dazu auch 1Joh  4)

und der daraus abgeleitete

JESUANISCHE IMPERATIV:
“Der Sabbat ist für den Menschen da,
nicht der Mensch für den Sabbat.”

(Mk 2,27)

 

Noch eine kurze Anmerkung zu den angeführten Bibelstellen: Ich habe diese nach der Einheitsübersetzung zitiert, aber wegen der direkteren Verlinkung auf eine andere Übersetzung, die an manchen Stellen von der Einheitsübersetzung abweicht, zurückgegriffen. Also bitte nicht durch die unterschiedliche Übersetzung/Auslegung irritieren lassen, sondern diese eher als Anregung verstehen, über die Frohe Botschaft nachzudenken.

“Denn wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.” (Mt 12,34; Lk 6,45)
Seit dem mein Herz von dieser guten Nachricht, was Gott dem Menschen zugedacht hat, erfüllt ist, seit diesem Zeitpunkt an kann ich nicht mehr von dem Bemühen lassen, meine Mitmenschen zum vernünftigen und ernsthaften Dialog um die Würde und Liebe des Menschen aufzurufen. In diesem Zusammenhang nun ein Satz, der meine tiefste Überzeugung widerspiegelt:

Der einzige Weg zur wahren Liebe unter uns Menschen
führt über die unantastbare Würde des Menschen!

Von daher nun auch mein Motto:

OHNE WÜRDE KEINE LIEBE!

 

Warum treibt mich dieses “Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!” (1Kor 9,16) umher?
Welche große Sorge “brennt” da seit Jahren unaufhörlich in meinem Herzen?
Vieles deutet darauf hin, dass die Menschheit sich in einer “Wendezeit” befindet. Der rasante globale Umbruch zeitigt zunehmend Probleme, die konkret für die meisten Menschen auf dieser einen Welt  bitterste Armut und unsägliches Leid bedeuten. Angesichts dieser erschreckenden, dem Menschen eigentlich  unwürdigen, globalen Entwicklungen, braucht die Menschheit möglichst bald  vernünftige und gerechte Lösungen. Das kann letzten Endes nur bedeuteten:

Die “Menschheit” braucht “Menschlichkeit”!

Da es der Menschheit um die Menschlichkeit gehen muss, kann man durchaus auch von Menschwerdung sprechen. Von daher ist nun im Besonderen die (in sich leider noch so zerstrittene) Christenheit angesprochen, denn sie trägt auf Grund ihrer Frohen Botschaft von der Menschwerdung Gottes, eine ganz besondere Verantwortung für die Zukunft der Menschheit. So sollten sich meiner Ansicht nach, gerade in unseren Tagen alle Christen dieser Welt, mit der folgenden Frage noch einmal ganz persönlich und intensiv auseinandersetzen:

Ist in Jesus CHRISTUS tatsächlich GOTT selbst Mensch geworden?
Eine mögliche Antwort gibt es da nur im Glauben und die lautet:
Ja! oder Nein!

Damit der Christ-Gläubige sich nicht voreilig in  “Hochmut” - vielleicht auch unbewußt - eine leichtfertige Antwort gibt, sollte er seinen Glauben auf das Gründlichste und zwar in “Demut” prüfen! Denn die Frage des Apostels Paulus: “... habt ihr den Glauben vielleicht unüberlegt angenommen?” (1Kor 15,2) muss gerade in unseren Tagen, um der “Menschwerdung” willen, jedem Christen immer wieder auf Neue zugemutet werden. Diese demütige Erforschung des persönlichen Glaubens kann aber nur gelingen, wenn der gläubige Christ, das letzte Wort Jesu am Kreuz, bis zum tiefsten Grunde seines Herzens wirken lässt - der Mensch also in gewisser Weise mit Jesus am Kreuz stirbt und ruft:

“Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?”
(Mt 27,46; Mk 15,34)

Erst nach dieser tiefgehendsten Betrachtung des Todes überhaupt, die es  seit Menschengedenken gibt, wird der Christ-Gläubige für sich persönlich klären können, ob ihn ein unerschütterliches Urvertrauen trägt - ein Vertrauen in Gott, das sogar diesen Ruf der “Gottverlassenheit” auszuhalten vermag. Diese existientielle Erkenntnis wird aber nur durch die Gnade Gottes möglich! Große Mystiker, wie Meister Eckhart, sprechen in diesem Zusammenhang gerne davon, daß im Seelengrunde Einung geschieht und so Gottes Sohn im Menschen geboren wird  (vgl. dazu unter anderem: Meister Eckhart: Werke I, hg. u. kom. v. Niklaus Largier, in: Haug, Walter (Hg.), Bibliothek des Mittelalters, Bd. 20+21, Frankfurt a.M.1993, Kommentar, S. 858).

Wird nun die Frage nach der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, durch die Gnade Gottes, mit einem eindeutigen “Ja!” beantwortet, dann ergibt sich für den Christ-Gläubigen ganz von selbst auch die Frage nach dem “Wie”:

Wie ist nun für mich persönlich GOTT Mensch geworden?

Eine gottgewollte persönliche Antwort auf diese allesentscheidende Frage, vermag der einzelne Christ aber wohl nur im ernsthaften Dialog mit seinen Brüdern und Schwestern im Glauben finden. Sogenannten “Privat-Offenbarungen” sollte man grundsätzlich sehr kritisch gegenüberstehen! Nur durch den alltäglichen Dialog des Lebens, der sich im ernsthaften Bemühen um ein friedliches Miteinander ergibt, wird im Herzen des Gläubigen das “Wort Gottes” offenbar werden. Schon der Apostel Paulus verweist auf diesen, für unseren christlichen Glauben, so extrem wichtigen Dialog: “Denn ich sehne mich danach, euch zu sehen; ich möchte euch geistliche Gaben vermitteln, damit ihr dadurch gestärkt werdet, oder besser: damit wir, wenn ich bei euch bin, miteinander Zuspruch empfangen durch euren und meinen Glauben.” (Röm 1,11-12).
Ebenso bedarf es zugleich auch des reflektierten Gespräches über unser gemeinsam zu verantwortendes Leben. Durch Dialog und Reflexion im alltäglichen Miteinanderleben werden wir der befreienden “Wahrheit Gottes”  teilhaftig. Diese lebendige Teilhabe im Glauben ist letztlich die Erfahrung von Heil - eine alles überwältigende Erfahrung. die sich aus der Bitte im festen Glauben an Gottes Wort ergibt: “HERR, sprich nur ein Wort und meine Seele wird gesund!”

Was hindert uns Christen aber daran, diesen heilsamen Dialog und diese befreiende Reflexion weltweit miteinander zu führen? Für mich persönlich läßt sich diese Unfähigkeit zu einem versöhnenden Dialog nur mit sogenannter ”Verhärtung der Herzen” erklären, die den erlösenden Zugang zu Gottes Wort verhindert! In einer Art “prophetischen Schau”, versuche ich daher nun, uns Menschen mit der folgenden “Enthüllung” das vor Augen zu führen, was Jesus mit seiner Rede vom “verhärteten Herzen” uns seit jeher sagen will (Mk 3,5; Mk 6,52; Mk 8,17, Mt 13,15; Mt 15,8; Joh 12,40):

Beginnen wir die “Enthüllung von Gottes Wort” mit einem (gewagten) Vergleich:

GG_1
GG_2

Zwei menschliche Fußabdrücke.
Der linke stammt aus Tansania und ist 3,6 Millionen Jahre alt,
der rechte im Mare Tranquillitatis auf dem Mond prägte sich 1969 ein.

(aus: Carl Sagan, „Unser Kosmos. Eine Reise durch das Weltall.“ 1982, S. 355)

Der Vergleich besteht nun darin, dass hier in gewisser Weise das “Mosaische Gesetz” in der Bibel, dem 3,6 Millionen alten Fußabdruck in Afrika entspricht und der Artikel 1,1 GG dagegen seine Entsprechung im Fußabdruck von Neil Armstrong findet, denn dieser Fußabdruck auf dem Mond symbolisiert den Fortschritt der Menschheit schlechthin. Aber ohne den Australopithecus würde es wohl auch keinen Homo sapiens sapiens geben (vgl. dazu auch “Evolution”). 
Jesu Wort vom Sabbat (Mk 2,27) ist nun meiner Einsicht nach, die zentrale Mitte des Neuen Testamentes und somit auch die eigentliche Grundlegung der christlichen Ethik. Daher stellt dieses Schlüssel-Wort die eindeutige und einzig vernünftige Verbindung zwischen den Zehn Geboten und dem Artikel 1,1 GG her.

ZehnGebote

Diese Skizze soll uns die wahre Bedeutung des Artikel 1,1 GG aufzeigen. Wie schon angedeutet, führe ich es vor allem auf das verhärtete Denken der Christen zurück, dass die Menschheit, sich der eigentlichen Bedeutung und ungeheuren Tragweite des Artikel 1,1 GG bisher noch nicht bewußt geworden ist. Verantwortliche Christen in wichtigen Positionen haben somit einen besonders hohen Anteil daran, dass wegen des lauten Rauschens der vielen “Wichtigkeiten”, Gottes Wort von den Menschen auf dieser Welt kaum mehr zu hören ist, geschweige überhaupt noch deutlich verstanden werden kann (vgl. dazu auch  “Wichtig und Wichtiger”). Es kann einen schon traurig und mutlos machen, wenn man die Zerstrittenheit der Brüder und Schwestern in Christus auf dieser einen Welt sieht. Die Einheit der Christen ist von Gott gewollt - die Nicht-Einheit der Christen dagegen ist jedoch von Menschen gemacht, wenn nicht sogar gewollt! Diese traurige Zerstrittenheit unter uns Christen läßt sich nur mit “Hochmut” und “Herzensverhärtung” erklären! Schon aus diesem Grunde kann ich hier nur nochmals das bewußte Mit-Sterben eines jeden Christen, mit Jesus am Kreuz einfordern: “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?” (Mt 27,46; Mk 15,34). Nur wenn wir in Demut mit Jesus am Kreuz sterben und diese “Gottverlassenheit” (in uns sozusagen als “Sünder”) anerkennen, dann werden wir auch durch die Gnade Gottes in Christus auferstehen. Dieser letzte Ruf Jesu am Kreuz, verweist also unmittelbar auf den eigentliche Grund von Luthers reformatorischer Entdeckung: “Wir sind alle Sünder und bedürfen der Gnade”!

Es ist in gewisser Weise der Prophet in mir, der angesichts dieser traurigen Zerstrittenheit unter den Christen, sich dennoch von einer sehr tiefen Hoffnung getragen weiß: Gottes Wort wird die Christen dieser Welt zur Einheit führen! Diese Hoffnung teile ich hier mit dem Apostel Paulus. Damit das versöhnende und heilende Wort Gottes  unter den Menschen seine Wirkung entfalten kann, bedarf es jedoch der Enthüllung von Gottes Wort:
“Weil wir eine solche Hoffnung haben, treten wir mit großem Freimut auf, nicht wie Mose, der über sein Gesicht eine Hülle legte, damit die Israeliten das Verblassen des Glanzes nicht sahen.
Doch ihr Denken wurde verhärtet. Bis zum heutigen Tag liegt die gleiche Hülle auf dem Alten Bund, wenn daraus vorgelesen wird, und es bleibt verhüllt, daß er in Christus ein Ende nimmt. Bis heute liegt die Hülle auf ihrem Herzen, wenn Mose vorgelesen wird. Sobald sich aber einer dem Herrn zuwendet, wird die Hülle entfernt. Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit. Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn.”
(2Kor 3,12-18)

Ausgehend von diesem Wort des Apostel Paulus, das wohl für seine jüdischen Zeitgenossen mehr als provozierend gewesen sein muss, stelle ich daher auch jetzt an die Christen dieser Welt von heute, eine ebenfalls ähnlich provozierende Anfrage:

Haben wir Christen nicht auch
über den “Neuen Bund” die “gleiche Hülle” gelegt,
“wenn daraus vorgelesen wird”

(= EUCHARISTIE, Abendmahl, ...)?

So wie wir Christen durch
die EINE TAUFE in CHRISTUS vereint sind,
(= in WÜRDE),

so müssen wir auch durch
das EINE MAHL in CHRISTUS zur Vollendung kommen !
(= EUCHARISTIE, der Danksagung:
“in WÜRDE” entspricht dem “Brot” das gewandelt in ”Leib”
und “in LIEBE” entspricht dem “Wein” der gewandelt in ”Blut”)

Gerade in unseren Tagen deutet vieles darauf hin, dass im Laufe der Menschheitsgeschichte wohl eine Verhüllung des Neuen Bundes stattgefunden haben muss. Es gilt diese Zeichen der Zeit zu erkennen: Zunehmende Kirchenaustritte; sinkende Gottesdienstbesuche; innerkirchliche Streitigkeiten um das richtige Eucharistie-Verständnis, die selbst von Christ-Gläubigen immer weniger nachvollzogen werden können. Das deutlichste Zeichen unserer Zeit ist jedoch: Die fehlende Einsicht für die dringend notwendige Umkehr (vgl. “Sakrament der Versöhnung”). Den großen Zulauf, den sogenannte charismatische Gemeinden in unseren Tagen verzeichnen, sehe ich ebenfalls sehr kritisch. Es ist vor allem diese ungute “Selbstgefälligkeit”, die da so mancher “Geist-Erfüllte” und “Wieder-Erweckte” an den Tag legt, die uns durchaus nachdenklich stimmen sollte. Die fehlende Bereitschaft wirklich Umzukehren, und sich mit Gott zu versöhnen, führe ich auf die um sich greifende “Verhärtung des Denkens” (vor alle in den großen Kirchen) und den stark verbreiteten “Hochmut” (vor allem unter “Charismatikern”) zurück! Auch aus diesem Grunde nochmals der Aufruf zum demütigen Mit-Sterben eines jeden Christen mit Jesus am Kreuz: “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?” (Mt 27,46; Mk 15,34).


Wie bereits mehrfach angedeutet, gehe ich also davon aus - und hier verstehe ich mich ganz und gar als Prophet - dass eine not-wendende Enthüllung von Gottes Wort gerade in unserer Zeit des Umbruchs dringend erforderlich ist. Von daher versuche ich in einer Art “prophetischer Schau” nun passende und verständliche Worte dafür zu finden, wie wir als vernunftbegabte Christen von heute, mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn widerspiegeln und so in sein eigenes Bild verwandelt werden, “von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn.”

Welch’ enthüllende und befreiende Kraft die Vernunft im Glauben letzten Endes wirklich hat, davon schreibt schon der Apostel Paulus in seinem Brief an die Korinther:
“Jagt der Liebe nach! Strebt aber auch nach den Geistesgaben, vor allem nach der prophetischen Rede! Denn wer in Zungen redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; keiner versteht ihn: Im Geist redet er geheimnisvolle Dinge. Wer aber prophetisch redet, redet zu Menschen: Er baut auf, ermutigt, spendet Trost. Wer in Zungen redet, erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, baut die Gemeinde auf.
... vor der Gemeinde will ich lieber fünf Worte mit Verstand reden, um auch andere zu unterweisen, als zehntausend Worte in Zungen stammeln. Seid doch nicht Kinder an Einsicht, Brüder! Seid Unmündige an Bosheit, an Einsicht aber seid reife Menschen!
... Wenn also die ganze Gemeinde sich versammelt und alle in Zungen reden, und es kommen Unkundige oder Ungläubige hinzu, werden sie dann nicht sagen: Ihr seid verrückt! Wenn aber alle prophetisch reden und ein Ungläubiger oder Unkundiger kommt herein, dann wird ihm von allen ins Gewissen geredet, und er fühlt sich von allen ins Verhör genommen; was in seinem Herzen verborgen ist, wird aufgedeckt. Und so wird er sich niederwerfen, Gott anbeten und ausrufen: Wahrhaftig, Gott ist bei euch!”
(1Kor 14,1-25)

Auf Grund dieser vernünftigen Einsicht im Glauben, wage ich daher mit großem Freimut, nun auch das folgende prophetische Wort an die gesamte (zerstrittene) Christenheit zu richten:

Gott spricht in unseren Tagen, durch das folgende Wort zu uns:

“Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

(Artikel 1,1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland)

Bekräftigt wird diese Wahrheit Gottes im vorstaatlichen Artikel unseres Grundgesetzes,
einmal durch das Deutsche Volk selbst:
„Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen …”
(Präambel des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland)

... und ab dem Jahr 2000, insbesondere auch durch die Katholische Kirche Deutschlands:
„Im Schnittpunkt von kirchlichem Auftrag und politischer Aufgabe
steht der Respekt gegenüber der Würde des Menschen.“

(Die deutschen Bischöfe, Gerechter Friede, Nr. 66, Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.),
Bonn 2000, unter Abschnitt 58)

So führt meiner Einsicht nach, Gottes Vorsehung die Menschheit - früher oder später - schon allein durch die Vernunft ganz von selbst zum Artikel 1,1 GG als Grundlage allen Rechts und jeglicher Gesetzgebung. Dieser Zusammenhang wird insbesondere sichtbar, wenn man sich die Mühe macht, dem Werdegang unseres Grundgesetzes einmal tiefergehend nachzuspüren. Im Besonderen ist dann das Protokoll des Verfassungskonventes auf Herrenchiemsee (10.-23. August 1948) aufschlußreich. Um das Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser hier in Kürze etwas zu verdeutlichen, habe ich einmal zwei markante Zitate der damaligen Teilnehmer aus den Protokollen ausgewählt (deren Worte sind jeweils fett und kursiv hervorgehoben). Zudem kommentieren noch Experten oder sogar die späteren wissenschaftlichen Assistenten der Teilnehmer höchstpersönlich, die Zitate aus den Protokollen:

Das markanteste Zitat in dem von mir oben angeführten Zusammenhang, ist wohl der Entwurf von Carlo Schmid aus dem Protokoll zur “vorstaatlichen Setzung” der neuen Verfassung. Es handelt sich hier also um den Vorschlag der unmittelbar dem heutigen Artikel 1,1 GG vorausging: "Ich werde vorschlagen, zu sagen, der Staat ist das Werk des Menschen, darum ist der Mensch nicht um des Staates willen da, sondern der Staat um des Menschen willen."
Prof. Dr. Peter Schneider dazu: "Der Staat ist Menschenwerk und er [Carlo Schmid] warnt im Grunde davor, dieses Menschenwerk in die Dimension des Göttlichen hineinzuheben. Grundlage für dieses Menschenwerk ist das Gewissen des Menschen und die Einsicht, dass der Mensch der Ausgangspunkt für den Staat ist und nicht der Staat für den Menschen."

Dr. Otto Suhr kommentiert von Dr. Richard von Weizäcker: “Es kam zu einer Verständigung von den Auffassungen eines christlichen Menschenbildes und eines Menschenbildes eines ethischen Humanismus. Beide stützen sich auf die Einmaligkeit der Person und das hat ja dann auch dazu geführt, dass gerade Otto Suhr sich besonders stark zur Geltung gebracht hat, mit seinen Vorschlägen über das, was später der erste Artikel unserer Verfassung geworden ist, nämlich die unantastbare Würde des Menschen. Er hat hier zusammengefasst - das war sein Vorschlag zu sagen: "Der Mensch ist nicht um des Staates willen da, sondern der Staat um des Menschen willen. Die Träger der öffentlichen Gewalt sind daher verpflichtet, die Würde der menschlichen Persönlichkeit zu achten zu schützen." Die Würde der menschlichen Persönlichkeit, diese Kernaussage ist von ihm in diesen wichtigsten Zusammenhang gestellt worden und hat die Zustimmung der Kommission gefunden und nun ist sie dadurch, bis heute im Artikel 1 die Grundlage nicht nur des Grundrechtsteiles, sondern die Grundlage unserer ganzen Verfassung geworden.”

Prof. Dr. Ewald Denninger zu Dr. Justus Danckwerts:“Ich meine, diese Protokolle lesen sich wirklich wie ein Programm für ein Lehrbuch der Theorie der Grundrechte. Ein Programm, das heißt sehr knapp gefasst, in dem aber die wesentlichen Probleme angesprochen werden. Eines der Probleme ist eben das Verhältnis des Menschenwürdesatzes zu der allgemeinen Persönlichkeitsautonomie. Danckwerts verficht hier den Gedanken den Persönlichkeitsautonomie … nicht gegen den Würdesatz, aber doch in deutlicher Abhebung – offensichtlich weil er die Gefahr sieht, dass der Würdesatz als solcher zu stark objektiviert werden kann, dass also nicht der einzelne mehr bestimmt, was seine Würde ausmacht, sondern dass das auch vom Kollektiv her bestimmt werden könnte.”

Nach diesem kurzen, aber durchaus tiefen Einblick in die “Geburtsstunde”  der Bundesrepublik Deutschland, ist nun zum Abschluß meiner Gedanken hinsichtlich “Gottes Wort” im Artikel 1,1 GG, noch eine Anmerkung des wohl bekanntesten Vertreters der Aufklärung, nämlich von Immanuel Kant selbst, angebracht. Er steht in gewisser Weise mit seiner Philosophie auch für das Denken und das “Menschenbild eines ethischen Humanismus”. Seine visionäre Aussage zum eigentlich untrennbaren Zusammenhang von Würde und dem Verhältnis von Mensch und Staat - dieses gewaltige Wort sollte uns daher jetzt besonders hellhörig machen:
“Wenn denn die Natur unter dieser harten Hülle den Keim, für den sie am zärtlichsten sorgt, nämlich den Hang und Beruf zum freien Denken, ausgewickelt hat: so wirkt dieser allmählich zurück auf die Sinnesart des Volks (wodurch dieses der Freiheit zu handeln nach und nach fähiger wird), und endlich auch sogar auf die Grundsätze der Regierung, die es ihr selbst zuträglich findet, den Menschen, der nun mehr als Maschine ist, seiner Würde gemäß zu behandeln.”
(I. Kant: Schlußsatz seiner Schrift “Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?”, September 1784; Hervorhebung durch Fettschrift durch mich)

Sogar für die Aufklärung bedeutet also das Inkrafttreten des Artikel 1,1 GG im Jahre 1949 demnach einen grundlegenden Wendepunkt - denn die Vision des Aufklärers Kant hat sich damit, nach nicht einmal 200 Jahren, erfüllt. Unübersehbar weist uns auch der Artikel 4 GG darauf hin, dass sich die kantsche Vorhersage bereits in den “Grundsätzen der Regierung” des deutschen Volkes verwirklicht hat. In der “Gewissens-Freiheit” mündet letzten Endes nämlich alle (innere) Freiheit des Menschen. Die vom Staat garantierte und geschützte Gewissensfreiheit, verkörpert die wahre Freiheit des Menschen. Das “Gewissen”, in dem die Freiheit des Menschen Anfang und Ende nimmt, darf aber nicht als “Vielzweckalibi” (Odo Marquard) mißverstanden werden und geht von daher untrennbar mit Rechten und Pflichten einher. Es gilt also ganz und gar das folgende Wort von Dietmar Mieth zu beachten: “... das Gewissen macht man nicht geltend, wenn es einem in den Kram paßt. Das Gewissen macht sich selber geltend, oft wenn es uns gar nicht in den Kram paßt.” Da sich das Gewissen meldet - gerufen oder nicht gerufen - ist es auch ein untrügliches Zeichen für und zugleich ein unmittelbarer Verweis auf die Würde des Menschen. Das Gewissen leitet sich einerseits von der Würde des Menschen ab und andererseits begründet  es zugleich die Unantastbarkeit der menschlichen Würde! (vgl. dazu Sill, Bernhard (Hg.): Gewissen. Gedanken, die zu denken geben, Paderborn 2006) Daher bedarf unser (vorstaatliches) persönliches Gewissen einer (vorstaatlichen) Grundlage. Das persönliche Gewissen eines jedes Deutschen, muss daher durch entsprechende Erziehung - und das schon von Kindheit an - im Fundament unseres “Volks-Gewissens” verankert werden.  Nur so vermag dann auch das Gewissen des erwachsenen Staatsbürgers (in Uniform), sicher und fest auf dem Grund unseres Volks-Gewissens stehen - so wird ein Verantwortlicher Entscheidungsträger auch in ausgesprochenen Ausnahmesituationen eher im Stande sein, gemäß unserer Verfassung zum Wohle unseres Landes (vielleicht auch der Menschheit insgesamt) zu entscheiden und zu handeln, als ohne diese “würdevolle Gewissensbildung” (vgl. dazu z.B. die gegenwärtige Diskussion um das Urteil des BVG zum “Flugsicherheitsgesetz” ). Das Fundament des Deutschen Volkes hinsichtlich seines Gewissens,  ist in die Formulierung des Artikel 1,1 GG gegossen: “Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”
Jedoch kann der gigantische Themenkomplex “Aufklärung”, ausgehend von Luthers Schrift “Von der Freiheit eines Christenmenschen” (1520) über Kants “Kategorischen Imperativ” (1785) bis hin zu unserem “Grundgesetz” (1949) jetzt nicht explizit zum Thema gemacht werden, denn das würde in der Tat, hier den Rahmen sprengen und mein eigentliches Anliegen gerät dabei in Gefahr, in der unübersehbaren Flut heutiger “aufklärerischer Schaumkronen” zu ersticken! Behalten wir also mit Hilfe des kantschen Zitates, den kurzen Ausblick auf das gewaltige Meer der Aufklärung im Gedächtnis, auf dem wenigstens unsere Generation im westlichen Kulturkreis, die dem Menschen zugedachte Freiheit im Großen und Ganzen gefunden hat. Das soll uns reichen, wenn wir nun wieder das “Größere” in den Blick nehmen, nämlich unseren “roten Faden”, namens “Gottes Schöpfungsplan”, der uns durch die Geschichte der gesamten Menschheit führen soll.

 

In vier gewaltigen “Schritten”, lässt sich meiner Einsicht nach, Gottes Vorsehung durchaus sehr eindrucksvoll andeuten. Dennoch bleiben es nur sehr vage Andeutungen, da Gottes ganzer Plan für uns Menschen letztlich ein großes Geheimnis ist und es auch immer bleiben wird:

Am Anfang von Gottes Vorsehung könnte die sogenannte Goldene Regel stehen. Schon aus dieser grundlegenden Regel für das menschliche Miteinander, schimmert bei genauerer Betrachtung die Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott hervor - und zwar in der vernünftigen Einsicht, dass nicht das Geschlecht zählt, sondern “Mann” und “Frau” gleichberechtigt und verantwortungsvoll miteinander umgehen sollen, so wie es diese göttliche Regel einfordert: “Was du nicht willst, das man dir tu', das füg' auch keinem andern zu.” (vgl. dazu insbesondere auch Gen 1,27 und Mt 7,12; Lk 6,31). Interessanterweise ist dieses Wort in allen großen Weltreligionen vorzufinden (z.B. Rabbi Hillel, Sabbat 31a / Konfuzius Gespräche 15,23 / 40 Hadithe (Sprüche Muhammads) von an-Nawawi 13 / ...; vgl. dazu Weltethos-Projekt, insbesondere dazu auch die Tafeln der Ausstellung). Diese Goldene Regel spricht letzten Endes davon, dass unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, ... also unabhängig von jedem äußeren Erscheinungsmerkmal, ein jeder Mensch dem anderen Menschen mit Achtung und Respekt begegnen sollte, wie ein jeder Mensch es ja auch selbst erwartet, dass man ihm mit Achtung und Respekt begegnet. Man könnte auch davon sprechen, der Mensch soll gemäß seiner Würde, jeden anderen Menschen begegnen und behandeln.
Bemerkenswert erscheint mir in diesem Kontext der Goldenen Regel insbesondere auch ein Wort von Samuel Pufendorf. In seinem Handbüchlein “Über Menschen- und Bürgerpflicht nach dem Naturgesetz” schreibt dieser schon im Jahre 1673: "Der Mensch ist ein Lebewesen, das nicht nur aufs eifrigste auf Selbsterhaltung bedacht ist, sondern dem auch eine ziemliche empfindliche Selbstachtung angeboren ist: wenn denn diese irgendwie beeinträchtigt wird, dann pflegt er sich oft nicht weniger zu erregen als über einen seinem Körper oder seiner Habe zugefügten Schaden. Ja allein schon in dem Wort Mensch offenbart sich, dass in ihm eine besondere Würde liegt."

Als zweiten Schritt in Gottes Vorsehung steht eine gelungene und ausreichende Ausdifferenzierung und zudem eine abschließende notwendige Ergänzung der Goldenen Regel. Diese finden wir in den Zehn Geboten und dem Gebot zur Nächstenliebe, also dem  Kern des “Mosaischen Gesetzes.
Die Ausdifferenzierung der Goldenen Regel erfolgte über die sogenannte Zweite Tafel des Mosaischen Gesetzes und die notwendige Ergänzung finden wir dann in der Ersten Tafel. Hier könnte man auch von einer Art “Rückbindung” sprechen, also der ursprünglichen Bedeutung von “Religion”.
Ex 32,15ff berichtet beispielsweise davon, wie Gott selbst die Tafeln gemacht habe und auf beiden Seiten die Schrift eingraviert. Diese Tafeln habe dann Mose im Zorn über den Abfall Israels von JHWH zerbrochen (Vers 19). Anschließend habe Mose den Auftrag erhalten, neue Tafeln anzufertigen, von denen es heißt (Ex 34,28): “Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte.” An diese Stelle knüpft auch die Bezeichnung Zehnwort (Dekalog) an, obwohl dessen Gebote ursprünglich nicht als Zehnerreihe eingeteilt wurden und die Tafeln alle Gebote Gottes enthielten. Hier wurzelt auch die Tradition einer Zweiteilung des Dekalogs in eine auf die “Rückbindung” bezogene Erste Tafel, also eine auf das Verhalten zu Gott bezogene „Kulttafel“ (1. bis 3. Gebot) und eine auf das Verhalten untereinander bezogene „Sozialtafel“ (4. bis 10. Gebot) also der Ausdifferenzierung der Goldenen Regel in der sogenannten Zweiten Tafel.
Aus wohlüberlegtem Grund würde ich jedoch, im umfassenden Kontext des christlichen Glaubens, gerade heute für eine sinnvolle Einteilung der Zehn Gebote in vier Tafeln plädieren.

    Die Erste Tafel der Gleichheit (10.+9. Gebot)
    Die Zweite Tafel der Solidarität (8.+7.+6.+5. Gebot)
    Die Dritte Tafel der Freiheit (4.+3. Gebot)
    Die Vierte Tafel der Verantwortlichkeit (2.+1. Gebot)


Als dritten Schritt in Gottes Vorsehung steht das Leben Jesu und sein Tod am Kreuz. Jesu Rede vom nahen Reich Gottes offenbart uns diesen Schritt in der Vorsehung durch die Frohe Botschaft, in der der Mensch gemäß seiner Würde leben soll, damit er seine Vollendung in Liebe zu finden vermag. Jesus fordert ausdrücklich die Erfüllung des Mosaischen Gesetzes gerade in Bezug auf das Gebot zur Nächstenliebe (Lev 19,18) ein. Diese Neuausrichtung im Verstehen von Gottes Gesetz durch Jesu, spiegelt sich einmal in seinem Liebesgebot wider: "Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben." (Joh 13,34). Welch’ überragende Bedeutung jedoch dieses Liebes-Gebot im Eigentlichen hat, das macht uns die folgende Bibelstelle erst deutlich: Ein Gesetzeslehrer fragt Jesus: "Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?“ Jesus antwortet darauf: ”Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.” (Mt 22,36-40).
Was ist hier also das eigentlich “Neue”? Jesus bindet unverkennbar mit seinem Liebes-Gebot den Alten Bund unmittelbar wieder in Gott zurück und zieht somit die verdeckende Hülle von Gottes Wort. Diese neue Rückbindung ist dann konsequenter Weise auch der Neue Bund Gottes mit dem Menschen: Gott selbst stiftet durch seine “Menschwerdung” in Jesus Christus diesen Neuen Bund. Zu diesem dritten Schritt in Gottes Vorsehung schreibt der Apostel Paulus: “Denn Christus ist das Ende des Gesetzes, und jeder, der an ihn glaubt, wird gerecht” (Röm 10,4), denn in Jesus CHRISTUS hat der wahre Kern des Mosaischen Gesetzes (10 Gebote u. Gebot zur Nächstenliebe) seine Erfüllung gefunden. Diese Erfüllung von Gottes Gesetz durch Jesus CHRISTUS offenbart sich uns ganz und gar im folgenden zentralen Bibel-Wort:

“Der Sabbat ist für den Menschen da,
nicht der Mensch für den Sabbat.”

(Mk 2,27)

Da dieses Wort eine bisher nicht erkannte Grundlegung für unsere Denkordnung,
also für unser aller Vernunft und Glauben ist
und meiner Einsicht nach, von daher in seiner Bedeutung
dem sogenannten KATEGORISCHEN IMPERATIV von Immanuel Kant,
also sogar noch dem Grundprinzip von Moral vorangeht,
schlage ich deshalb vor,
das Wort Jesu vom Sabbat nun wie folgt zu betiteln:

DER
JESUANISCHE IMPERATIV
 

Auf Grund der außerordentlichen Bedeutung dieses Jesuanischen Imperativ, ist daher die Bibelstelle vom Sabbat-Wort Jesu auch das eigentliche Zentrum des Neuen Bundes. In diesem Wort Jesu kommt es sozusagen zur “Kernschmelze”: Für dieses Wort in dem die Würde des Menschen und die Liebe Gottes miteinander zu einer neuen Einheit verschmelzen, hat sich Jesus letzen Endes ans Kreuz nageln lassen! Das Liebesgebot (Lev 19,18, Joh 13,34, Mt 22,36-40) verschmilzt mit den Zehn Geboten Gottes (Ex 32,15ff, Ex 34,28) zu einem wahrlich alles erfüllenden Ganzen in Gott. “Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.” (Mt 5,17)
Dieses neue Kern-Gesetz wird daher für die Jünger Jesu zum Neuen Gesetz Gottes, wird damit zum Neuen Wort Gottes. Die endgültige Erfüllung von Gottes Gesetz durch Jesus, sagt nun allen Menschen was Gottes Wort seinem innersten Kern nach ist:

Gottes Gesetz ist um des Menschen willen da und nicht der Mensch um Gottes Gesetz willen!

Dieses neue Gesetz gilt wirklich für alles, was dem Menschen von Gott zugedacht ist. Alles ist also um des Menschen willen da: auch Raum und Zeit, auch Leben und Tod! - also wirklich alles! “Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.” (Mk 2,28) Dieses Neue Gesetz ist damit auch der feste Grund, auf dem der Neue Bund steht, in dem die ganze Schöpfung für den Menschen da ist und nicht mehr der Mensch für die Schöpfung. “Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.” (Röm 8,19) So bleibt letzten Endes dem Menschen nur noch  EINE WAHRHEIT, und das ist die ganze HERRLICHKEIT und WEISHEIT GOTTES:

Der Mensch ist um GOTTES willen da
und nicht GOTT um des Menschen willen!

Die frohe und zugleich befreiende Botschaft Jesu ist von daher: Jeder Mensch ist von GOTT gewollt! GOTT liebt den Menschen bedingungslos! - auch den Bettler, auch den Aussätzigen ... sogar den verirrten Sünder! Um so größer ist die Freude, wenn dieser umkehrt (vgl. Lk 15). Diese WAHRHEIT GOTTES offenbart uns Jesus in seiner Rede vom GUTEN VATER IM HIMMEL (vgl. auch “VATERUNSER”).
So gesehen hat Jesus den roten Faden der Heilsgeschichte GOTTES mit dem Menschen, für alle Zeit allen Menschen dieser Welt sichtbar gemacht, indem er die Würde und Liebe, die Gott dem Menschen von anfang an zugedacht hat, den Menschen wieder nahe gebracht hat. Denn wie stellte schon einst Paulus fest: “Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar. Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren. ... Und da sie sich weigerten, Gott anzuerkennen, lieferte Gott sie einem verworfenen Denken aus, so daß sie tun, was sich nicht gehört: Sie sind voll Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit, voll Neid, Mord, Streit, List und Tücke, sie verleumden und treiben üble Nachrede, sie hassen Gott, sind überheblich, hochmütig und prahlerisch, erfinderisch im Bösen und ungehorsam gegen die Eltern, sie sind unverständig und haltlos, ohne Liebe und Erbarmen. Sie erkennen, daß Gottes Rechtsordnung bestimmt: Wer so handelt, verdient den Tod. Trotzdem tun sie es nicht nur selber, sondern stimmen bereitwillig auch denen zu, die so handeln.” (Röm 1,20-32)

Jesus hat durch die Enthüllung von Gottes Wort den Menschen ihre Würde wiedergegeben und sie so zum Lieben ermutigt. Durch die Erfüllung des Gesetzes nicht in “Hochmut”, sondern in “Demut” wurde das WORT GOTTES für alle Zeit endgültig enthüllt. Jesus tat dies, indem er sich für uns erniedrigte und gehorsam war “bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.” (vgl. Phil 2,8). Denn erst nach dem grausamen Kreuzestod erkannten die Menschen die tiefe tiefe Bedeutung der folgenden Worte: “Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, daß Ich es bin. Ihr werdet erkennen, daß ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat." (Joh 8,28; vgl. auch Joh 12,32)
Auf Grund dieser Offenbarung Gottes haben dann nach Jesu Tod die Apostel, vor allem aber auch der Apostel Paulus, die “Menschwerdung Gottes” mit ihrem Glauben an die Auferstehung in “Jesus CHRISTUS” besiegelt, denn ER ist im wahrsten Sinne des Wortes “der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt”, auf Grund des Neuen Gesetzes, “zum Vater außer durch” IHN. (Joh 14,6)


Nun zum vierten Schritt in Gottes Vorsehung. Dieser Schritt in der Vorsehung Gottes bereitet unserem aufgeklärten Denken die allergrößten Probleme, denn wir werden in moderner Zeit unmittelbar mit einer Größe Gottes konfrontiert, die jegliches Verstehenkönnen des Menschen übersteigt. Als Menschen von heute, müssen wir uns wirklich mit etwas unvorstellbar Schrecklichen auseinanderzusetzen:
Mit dem Holocaust!
Gerade angesichts dieser unbegreiflichen Greuel, die Menschen gerade mal vor ein paar Jahrzehnten, Menschen angetan haben, müssen sich gerade Christen, dem Ausruf Jesu am Kreuz immer wieder aufs Neue stellen: “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?” (Mt 27,46; Mk 15,34). Nur in diesem demütigen Mit-Jesus-am-Kreuz-sterben wird dem einzelnen Christ-Gläubigen angesichts des Holocaust vielleicht eine persönliche Antwort auf seine Frage: “Wie konnte Gott das zulassen?” gnadenhaft zuteil. Denn angesichts des Tod-Ernstes des Holocaust kann es nur eine ganz persönliche Antwort im Glauben geben - und diese Antwort geht mit meiner Grundfrage als Christ einher:

Wie ist nun für mich GOTT Mensch geworden?

Aus diesem Grunde nun auch meine ganz persönliche Antwort, auf die Frage nach der Menschwerdung GOTTES - und das gerade angesichts von Auschwitz:
Wir Christen von heute müssen uns ernsthaft der Frage stellen, ob sich Völkermorde (Ruanda, Jugoslawien, ...) nicht hätten verhindern lassen. Von daher muss in jedem Falle auch der Frage nachgegangen werden, wie sich Völkermorde in Zukunft verhindern lassen! Lassen sich Völkermorde vorhersehen?

Wenn wir dieser Fragestellung nun nachgehen, dann sollten wir einerseits gemäß dem Denken Jesu uns daran erinnern, dass wir das Leid, das wir nicht verstehen können, ganz Gott anvertrauen müssen. Anders werden wir nicht im Stande sein, mit solch’ unfassbaren Leid und Tod, wie es beispielsweise der Holocaust gezeitigt hat, der nun wirklich alles menschliche Begreifen bei weitem übersteigt, verantwortungsvoll umzugehen. So können wir auf Grund des Jesuanischen Imperativ, nun generell die folgende Aussage zum Leid treffen:

Das Leid ist um des Menschen willen da,
und nicht der Mensch um des Leidens willen!

Das Leid dieser Welt ist also ein wahrlich großes Geheimnis Gottes, das wir sehr, sehr ernst nehmen müssen. Das “Kreuz” hilft uns aber seit Jesu Tod am Pfahl bei der Unterscheidung, was jetzt menschengemachtes Leid ist, das es abzuschaffen gilt und was jetzt schicksalhaftes Leid ist, das wir nur als “Solidargemeinschaft von Sterblichen” in Würde gemeinsam bewältigen können. Die bittere Erfahrung, die uns die Menschheitsgeschichte offenbart, ist die folgende: Menschengemachtes Leid entsteht in jedem Fall bei der Nichtbeachtung von Gottes Gebot.
Von daher stoßen wir früher oder später unwillkürlich immer wieder auf das Mosaische Gesetz, in dem beispielsweise geschrieben steht:
"Du sollst nicht töten." (Ex 20,13) oder
"Du sollst deinen Nächsten lieben wie Dich selbst." (Lev 19,18)

Erinnern wir uns! Die Nationalsozialisten rechtfertigten ihr abscheuliches Morden mit der folgenschweren Behauptung
"Die Tafeln vom Berg Sinai haben ihre Gültigkeit verloren.
Das Gewissen ist eine jüdische Erfindung."
(Adolf Hitler, 1920)

Welche Tragweite diese Feststellung Hitlers hat, das soll uns nun ein Textauszug aus dem Buch von Gunnar Heinsohn: Lexikon der Völkermorde etwas nahebringen:
“Was also wollte Hitler? Das vom deutschen Diktator konzipierte und - über etliche Zwischenschritte - bis zum Ende vorangetriebene Töten findet selbstverständlich nicht in der Zeit vor Aufrichtung der Gesetze statt. Verbrechen gegen die Menschlichkeit hat die Haager Landkriegsordnung bereits im Jahre von 1899 definiert. Hitlers Absicht nach aber soll Auschwitz kein Völkermord wie die anderen sein.
Gewöhnliche Völkermorde betreibt der deutsche Diktator auch - etwa an Roma und Sinti und an Slawen, die dabei nicht weniger leiden. Mit der Beseitigung der Judenheit will er aber etwas anderes erreichen. Es geht ihm darum, das stammesgesetzliche Recht auf Völkervernichtung wiederherzustellen und dafür das Volk der Zehn Gebote auszurotten. Dieses hat er schon bald nach dem 1. Weltkrieg als Schuldigen für die Überwindung dieser uralten Praxis zur Gewinnung von Siedlungsgebieten identifiziert. Hitler versteht sich keineswegs als besonders rücksichtsloser Übertreter des jüdisch geschöpften Tötungsverbotes, sondern als dessen Beseitiger. Aus dem Studium der Geschichte hat er die Überzeugung gewonnen, daß vor Aufrichtung einer universalen Ethik der Lebensheiligkeit und des Fremdenschutzes ganz andere Normen geherrscht haben. Diesen will er für die Germanisierung Osteuropas bis zum Ural durch Vertilgung und Versklavung von «hundert Millionen Slawen», so Hitler am 6. August 1942 (Speer 1981, 422), sowie für die Erringung einer globalstrategischen Überlegenheit der Deutschen von neuem Geltung verschaffen. Der Genozid am Judentum zur Ausmerzung der jüdischen Ethik ist von Hitler mithin als Maßnahme zur Wiederherstellung des Rechts auf Völkermord gedacht und muß deshalb gleichzeitig mit der Ausmordung von Lebensraum in Gang gesetzt werden. Die deutschen Männer sollen bei ihrer blutigen und niemals an ein Ende kommenden Arbeit zur Gewinnung und Verteidigung riesiger Territorien nicht mehr von Gewissensbissen gehemmt werden, die Hitler als jüdische Erfindung betrachtet. Es klingt zwar in diesem Zusammenhang kalt und reichlich technisch-distanziert, aber mit einem Vergleich an der modernen Erfahrungswelt könnte man sagen, daß Hitler die hardware - die jüdischen Menschen - zerschmettern läßt, um die software - das jüdische Programm der Lebensheiligkeit - zu löschen. Auch Nichtjuden, die aktiv für ihr jüdisch-geistiges Erbe des Lebensschutzes eintreten, gelten damit als unheilbar mit jüdischem Geist infiziert und verfallen ebenfalls der Verfolgung.
Dieses Motiv wirft auch Licht auf eine wichtige Differenz zum historischen Primärinteresse der zweiten ganz großen Megatötungsbewegung des 20. Jahrhunderts. Die Marxisten-Leninisten gewinnen aus ihren historischen Studien die Überzeugung, daß die Eigentumsgesellschaft nicht naturgegeben, sondern menschengemacht sei und deshalb auch durch Menschen wieder aus der Geschichte entfernt werden kann. Um Milliarden zu erlösen, sind die Kommunisten deshalb willens, für die Beseitigung des Eigentums Millionen zu opfern. Eigentümer werden mit etwa 40 bis 50 Millionen Toten die größte Opfergruppe der Menschheitsgeschichte. Hitler hingegen gewinnt aus seinen historischen Studien die Überzeugung, daß die Ethik der Lebensheiligkeit nicht naturgegeben, sondern von Juden gemacht und deshalb mit der Beseitigung der Juden auch wieder abschaffbar ist.
(aus: Heinsohn, Gunnar: Lexikon der Völkermorde, Reinbek bei Hamburg 1998, S. 34f; Hervorhebungen mittels Fettschrift durch mich)

 

Von diesem erhellenden Hintergrund ausgehend nun zum eigentlichen “Wunder”,
das für mich persönlich unmittelbar auf den vierten Schritt in Gottes Vorsehung hindeutet:

Drei Jahre nach Ende des Krieges (1945) und damit auch dem Ende des Holocaust, akzeptieren die Völker dieser Welt im Jahre 1948 die ”Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes” und die ”Allgemeine Erklärung der Menschenrechte”.
Das Bemerkenswerte an diesen Erklärungen ist nun aber die folgende Tatsache: Die Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes wurde vor allem von dem Juden Raphael Lemkin formuliert und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von dem Juden René Cassin. Die Verfasser dieser beiden epochalen und für die Menschheit richtungsweisenden Werke waren also Juden! Stehen diese zwei Namen daher nicht für ein Wunder?

Für mich jedenfalls hat daher ein Größerer, hat Gott seine Hand im Spiel gehabt. Bis '45 wird systematisch sein Mosaisches Gesetz zerstört, sein Volk ausgerottet und die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus anscheinend ad absurdum geführt und drei Jahre später, im Jahre 1948, nimmt die ganze Menschheit zumindest das Mosaische Gesetz der Lebensheiligkeit an. Für mich ist das wie ein Wunder.
Und ich stimme Gunnar Heinsohn daher ganz und gar zu, wenn er in einem Interview meint: “Die Menschheit war verwundbar in ihrer Seele für die Schönheit dieses Gesetzes. Eine kurze Zeit war sie verwundbar und dann haben diese beiden Moses unserer Zeit ihre Pfeile in das Herz der Menschheit geschossen und sie haben getroffen. Ob sie drei oder vier Jahre später noch getroffen hätten, als große Diktaturmehrheiten in der UNO saßen, das wage ich zu bezweifeln.”

Diese Befürchtung Heinsohns ist durchaus gerechtfertigt, denn schnell haben sich die Herzen der Menschen wieder verhärtet und so legte sich wieder schnell der Schleier des Menschen über Gottes Wort. Daher gilt es jetzt hier um so mehr, an das Wort des Apostel Paulus zu erinnern, das ja - wie bereits angeführt - auch das Wort unserer Hoffnung ist: “Doch ihr Denken wurde verhärtet. Bis zum heutigen Tag liegt die gleiche Hülle auf dem Alten Bund, wenn daraus vorgelesen wird, und es bleibt verhüllt, daß er in Christus ein Ende nimmt. Bis heute liegt die Hülle auf ihrem Herzen, wenn Mose vorgelesen wird. Sobald sich aber einer dem Herrn zuwendet, wird die Hülle entfernt. Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit. Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn.” (2Kor 3,14-18)

Gerade im heilsgeschichtlichen Zusammenhang ist daher das bekannte Wort aus dem Talmud jetzt mehr als zutreffend:

“Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung.”

Erinnern wir uns also daran, wie auf die Goldene Regel die Hülle des Vergessens sich legte und erst durch das Mosaische Gesetz, wieder Gottes Wahrheit dem Menschen offenbart wurde. Erinnern wir uns daran, wie sich auf den Alten Bund die Hülle der Verhältnislosigkeit legte und erst durch die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus der Neue Bund, das neue Verhältnis des Menschen durch den Sohn im Heiligen Geist zu unser aller Vater im Himmel gegründet wurde. Doch auf diesen Neuen Bund legte sich im Laufe der Zeiten eine Hülle von unmenschlicher  “Härte und Hochmut”. Deshalb ist es jetzt ein Gebot der Stunde, für alle Christen dieser Welt, sich das folgende bewußt zu machen: Auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat sich zwischenzeitlich unübersehbar die Hülle der Willkür gelegt. Nun läuft aber auch die gottgewollte Grundlegung des vorstaatlichen Artikels 1,1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland ernsthaft Gefahr, dem Relativismus anheimzufallen.

Was steht für die Menschheit dabei auf dem Spiel? Der oben angeführte Vergleich kann es uns verdeutlichen!

Für das Neue Gesetz Gottes:
 “Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat.”
 starb einst Jesus von Nazareth am Kreuz.
Damit hat er die Welt für immer verändert!

Für die vorstaatliche Grundlegung aller Rechte und Gesetze eines Staates
und der damit einhergehenden endgültigen Klärung des Verhältnisses zwischen Mensch und Staat
starben über 20 Millionen Menschen:

“Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

(Artikel 1,1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland)

... und dieser Blutzoll des Holocaust,
der hier für diese erste Wahrheit der Menschheit bezahlt wurde,
dieser gar “teure Preis” soll die zukünftige Welt nicht verändern?!

Schon der Apostel Paulus schreibt davon, wie “teuer” das Neue Gesetz erkauft wurde:
“Um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Macht euch nicht zu Sklaven von Menschen!”
(1Kor 7,23; 1Kor 6,20)
... und wie “teuer” wurde der Artikel 1,1 GG für die Menschheit erkauft?!

Diesen “teuren Preis”,
den einst die Völker Europas für den Artikel 1,1 GG bezahlt haben,
den dürfen die Menschen dieser Welt nie wieder vergessen!

... den in Anlehnung an den Apostel Paulus müsste man auch heute zu den Menschen sagen:
Um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden.
Macht euch nicht zu Sklaven von kapitalistischen Staaten und totalitären Wirtschaftsystemen,
denn all diese Strukturen sind von Menschen gemacht!

Ich bin voll der prophetischen Hoffnung, dass es wenigstens der Christenheit der Zukunft  gelingen wird - und zwar als weltumspannende Einheit im Glauben, mit weit über 2 Milliarden Menschen - die von Menschen gemachte Hülle der Willkür, endlich mit vereinten Kräften wieder von GOTTES WORT zu ziehen. Erstrahlt GOTTES WORT wieder unverhüllt, dann wird GOTTES HERRLICHKEIT und WEISHEIT allen vernünftigen Menschen dieser einen Welt zugänglich sein.
Daher ist es an der Zeit, dass wir Christen, die wir ja alle schon durch die EINE TAUFE auf den Namen Jesus CHRISTUS in WÜRDE vereint sind, uns nun endlich auch ernsthaft weltweit darum bemühen - und zwar mit all unserer Kraft und mit ganzem Herzen - durch das EINE MAHL in CHRISTUS endlich in LIEBE zur Vollendung zu kommen!
Nehmen wir Christen doch endlich als Gemeinschaft im Glauben, Jesu Bitte ernst:
“Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot eßt und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.” (1Kor 11,24-27)
So stiftet das GEMEINSAME MAHL in WÜRDE und in LIEBE, die gottgewollte Einheit der Christen. Durch die Christenheit wird die Menschheit endlich auch dahin geführt - und zwar unabhängig von Kultur und Religion - GOTTES NEUEN BUND als Grundlage für das Recht und Gesetz eines jeden Staates dieser Welt anzunehmen: “Nach Zion fragen sie, dorthin ist ihr Blick gerichtet. Sie kommen und verbünden sich mit dem Herrn zu einem ewigen, unvergeßlichen Bund.” (Jer 50,5)

So möchte ich, ganz von dieser heilsgeschichtlichen Hoffnung getragen, alle Christen auch dazu aufrufen, doch mit Mut und Gottvertrauen mehr “Meister Eckhart” in unserer christlichen Spiritualität zu entfalten (vgl. in diesem Zusammenhang auch die 95 Thesen von Matthew Fox):

"Nun denn, lieber Mensch, was schadet es dir,
wenn du Gott vergönnst, daß Gott Gott in dir sei?"

(Meister Eckhart: Werke I, hg. u. kom. v. Niklaus Largier, in: Haug, Walter (Hg.),
Bibliothek des Mittelalters, Bd. 20+21, Frankfurt a.M.1993, Predigt 5B, 73,14-16)

Versuchen doch wenigstens wir Christen, mit unserem Herzen endlich das zu verstehen, was GOTT uns sagen will, wenn da geschrieben steht:

“Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

(Artikel 1,1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland)

... und ich bin der guten Hoffnung, wenn unsere verhärteten Herzen endlich anfangen diesen “Ruf Gottes” zu hören, dass sich dann auch gemäß unserer Bitte im Glauben das Wort erfüllt: “HERR, sprich nur ein Wort und meine Seele wird gesund!”
... und nach der Genesung unserer Seele durch Gottes Wort, spiegeln wir alle mit “enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn.” (2Kor 3,18)

 

So fasse ich nun meinen prophetischen Appell, an alle Christen dieser Welt, mit dem folgenden Wort zusammen:

Suchet zuerst die Würde des Menschen zu schützen und zu achten
und alles andere, was ihr zu einem Leben in Fülle braucht,
wird euch hinzu gegeben werden!

(vgl. dazu Mt 6,33)

 

 

Liebe Leserin!
Lieber Leser!


Vielen Dank für Ihr Interesse!
Ich hoffe, dass Sie diesen
Denk- und Glaubens-Ansatz
der echten Auseinandersetzung
für würdig erachten.

Weiterhin wünsche ich Ihnen
beim Lesen der anderen Seiten meiner Homepage
viele persönliche Anregungen, um über unser zukünftiges
MITEINANDER LEBEN IN WÜRDE UND LIEBE
nachzudenken und dass Sie dabei
GOTTES WORT
ganz neu “entdecken”!.

In christlicher Verbundenheit
Ihr Franz Eisend