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Franz Eisend
 

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GOTT VERTRAUEN

Wenn ich meinen ganzen Besitz verschenkte,
und meinen Körper opferte,
täte es aber nicht aus Vertrauen,
nützte es mir nichts.

Und wenn ich in allen Sprachen der Menschen redete
und vorbildhaft die Goldene Regel lebte,
täte es aber nicht aus Vertrauen,
wäre ich ein Schwätzer und Betrüger.

Und wenn ich alle Wahrheit und Erkenntnis hätte,
vermehrte damit aber nicht unser Vertrauen, wäre ich nichts.
Und wenn ich alle Weisheit und Glaubenskraft besäße,
vermochte aber nicht Vertrauen aufzubauen, mein Leben wäre sinnlos.

Vertrauen vermag, Vertrauen ermöglicht.
Es hält, es verbindet, es befreit, es erlöst.
Es überwindet Angst, lässt vernünftig handeln,
verhindert Eigensucht, lässt sich nicht von Gewalt verführen,
hält das Unmenschliche fern, ebnet den Weg zur Versöhnung.
Es fördert nicht Unrecht, sondern führt zur Wahrheit.

Es nimmt alles auf, macht alles gut, ordnet alles, vereint alles.
Vollendetes Vertrauen hört niemals auf.
Kluges Reden hat ein Ende, Wissenschaft vergeht, Technik versagt.
Denn Stückwerk ist unsere Wissenschaft, Stückwerk unsere Politik;
wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk.

Als ich ein Ungebildeter war, redete ich wie ein Ungebildeter,
dachte wie ein Ungebildeter und urteilte wie ein Ungebildeter.
Im Vertrauen gebildet legte ich ab, was ungebildet an mir war.

Jetzt schauen wir in die Welt und sehen nur rätselhafte Umrisse
dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt vertraue ich unvollkommen,
dann aber werde ich vollkommen vertraut sein,
so wie ich in Ewigkeit vertraut worden bin.

Gegeben wurden uns Natur, Beziehung, Ordnung und Sinn, diese vier;
fürs ewige Leben aber bleiben uns nur Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei.
Doch Grund von alledem ist Vertrauen.
Denn im VERTRAUEN findet alles seine Erfüllung.
In Vollendung ist VERTRAUEN aber das Größte: LIEBE.

(in Fortführung zum Ersten Brief an die Korinther, Kapitel 13)

Pfingsten 2017
Franz Eisend

 

 

 

Liebe Besucherin,
lieber Besucher meiner Homepage!

 

Auf allen gesellschaftlichen Ebenen zeigen sich zunehmend sehr bedenkliche Entwicklungen:

  • Religiöse Heimatlosigkeit
  • Kulturelle Obdachlosigkeit
  • Politische Orientierungslosigkeit
  • Wirtschaftliche Maßlosigkeit

 

 Angesichts des gesamtgesellschaftlich beunruhigenden Zustands
gilt das bewährte Motto “TROTZDEM!”.

Daher ein ermutigendes Wort aus der Bibel.
Jesus von Nazaret spricht zu uns:

“Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!”
(aus dem Evangelium nach Markus 1,15)

Was heißt aber nun “Umkehr” im eigentlichen Sinne? Dazu ein kurzer Hinweis aus Wikipedia:
Das griechische Wort, das im Neuen Testament mit Buße übersetzt wird, ist μετάνοια metanoia, von νοεῖν noein, „denken“ und μετά meta, „um“ oder „nach“, wörtlich also etwa: „Umdenken, Sinnesänderung, Umkehr des Denkens“.
Wenn ich nun persönlich Jesu Wort Vertrauen schenke, dann bedeutet das, ich selbst muss damit beginnen grundlegend umzudenken. Da dem Handeln das Denken normalerweise vorausgehen sollte, gilt der Satz:

DENKEN VERÄNDERT DIE WELT!

und

GLAUBEN VERSETZT BERGE!
(vgl. Mat 17,20; 21,21; Mk 11,23)

Ein Weiteres ist Jesu klares Wort, welches mich ermutigt, an das “Evangelium” zu glauben und nicht an alles Mögliche, wie etwa Fortschritt, Technik, Geld, Wachstum, Erfolg, ... - auch nicht an das Böse oder den Teufel (höchstens sehr ernst nehmen). Das Evangelium Jesu ist die Botschaft vom ”Reich Gottes”, dem “Reich der Liebe”, das mit Vernunft im Vertrauen (vgl. dazu Mt 12,28; Lk 17,21; Mk 10,15; Mk 10,23; Röm 14,17, ...), also in Jesus Christus, unter uns Menschen seinen Anfang nimmt - nicht mehr und nicht weniger. Daher auch Jesu Wort:

„Euch aber muß es zuerst
um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen;
dann wird euch alles andere dazugegeben“
(aus dem Evangelium nach Matthäus 6,33)

Was wollen wir denn mehr? Jesu sagt uns wo unser Umdenken ansetzen muss. Es soll beim ”Königtum Gottes und seiner Gerechtigkeit” ansetzen und er gibt uns zudem die berechtigte Hoffnung, dass alles andere sich dann ganz von selbst ergeben wird. Wir müssen ihm nur dieses Vertrauen entgegenbringen. Diesbezüglich vertraue ich jedenfalls Jesus ganz und gar, denn er weiß wovon er spricht und er kennt die göttliche Ordnung wie kein anderer.
In der Ordnung Gottes, also der "Schöpfung”, sind für uns Menschen die Themen “Heil” und “Erlösung” von zentraler Bedeutung.


Letzten Endes geht es um unser urmenschliches Vermögen “Vertrauen”. Die beiden Vermögen “Vernunft” und “Vertrauen” müssen im Menschen in Einklang kommen, müssen eine lebendige Einheit bilden. In 500 Jahren Aufklärung wurde vor allem das vernünftige Vermögen gefördert und kultiviert. Das vertraute Vermögen dagegen wurde oft vernachlässigt und gerät gerade in unseren Tagen zunehmend ins Hintertreffen. Das fügt uns Menschen, gerade hinsichtlich gemeinschaftlichen Lebens,  großen Schaden zu.

Die "Schöpfung" ist für mich persönlich der Schlüssel zum “Vertrauen”. “Schöpfung” ist der beste und allumfassendste Begriff für sogenanntes "Gottvertrauen”. Wenn wir "Schöpfung" sagen, dann sprechen wir letztlich damit  eine All umfassende Größe an, die bei weitem das Vermögen unserer  Vernunft übersteigt. Es geht hier um eine unbegreifliche Größe, die nur noch das Vermögen unseres Vertrauens zu erahnen vermag. Letzten Endes liegt für den Gläubigen wie auch den Gerechten "Alles" in "Gottes Hand".
Von daher ist "Schöpfung" nun ein erster "Eckstein des Glaubens" (Ps 118,22; Mt 21,42), der dem nachdenklichen Leser einerseits den untrennbaren inneren Zusammenhang von "Reich Gottes und Jesus Christus" oder “Heil und Erlösung” bewusst machen soll und andererseits auch zur klareren Unterscheidung und eigentlichen Bedeutung der Begriffe “Heil” und “Erlösung” beiträgt. “Erlösung” bedarf des Vermögens der “Vernunft” und Heil des Vermögens “Vertrauen”.

.. hoffentlich ist für Sie / für Dich die "Schöpfung" nun kein "Stolperstein", sondern vielmehr ein vertrauenswürdiger "Eckstein", ... vielleicht ein erster Schritt zum “Umdenken” (Mk 1,15)!

 

 

ECKSTEINE DES GLAUBENS

 

 

SCHÖPFUNG


Wir sehnen uns nach Heil,
nicht nur nach Erlösung!

Erlösung gibt es nicht ohne Heil,
und Heil gibt es nicht ohne Erlösung.

Das Heil geht der Erlösung voraus.
Heil ist das Ziel, Erlösung der Weg.

Heil wohnt in der Liebe, Erlösung in der Würde.

Heil braucht Vertrauen, Erlösung braucht Vernunft.
Heil gibt Heimat, Erlösung Orientierung.
Wir hoffen auf Heil und denken an Erlösung.
Heil vollendet, Erlösung ordnet.

Heil spendet Kraft, Erlösung Trost.
Heil finden wir im Leben, Erlösung im Tod.
Heil kommt von Erwartung, Erlösung von Erinnerung.
Heil feiern wir an Weihnacht, Erlösung an Ostern.

Heil sehen wir im Stern, Erlösung im Kreuz.
Heil wird zur Verheißung, Erlösung zur Vorsehung.
Heil bedarf der Verkündigung, Erlösung der Lehre.
Das Evangelium heilt, die Kirche erlöst.

Gottes Reich bringt das Heil und Gottes Gerechtigkeit bringt die Erlösung.
Dieser Glaube ist unser Heil und Jesus Christus ist unser Erlöser.

 

 

 

Gott
 
Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.

Im Ende war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.


(In Anlehnung an das Evangelium nach Johannes 1,1
und P. Teilhard de Chardins: “Von Alpha bis Omega”;
vgl. dazu in seinem Buch “Der Mensch im Kosmos” unter Epilog)

Erde

Welt

Zahl ist das Wesen aller Dinge!*
Mensch ist das Maß aller Dinge!**
Logos ist die Ordnung aller Dinge!
Christus ist die Einheit aller Dinge!
(*Pythagoras; **Protagoras
)

MenschMensch

Da gibt es den Sternenhimmel über mir,
also den Kosmos.*
Da gibt es das Grab unter mir,
also den Tod.
Und da gibt es die Menschheit in mir,
also Würde und Liebe.*
Wer bin ICH, GOTT,
dass DU meiner gedenkst?**


(*vgl. dazu Immanuel Kant,  Beschluß in KpV;
**vgl. dazu Psalm 8)

 

Es grüßt Sie
in christlicher Verbundenheit

Franz Eisend