DENK4 DEUS ET DIGNITAS ET CARITAS EST

Die folgende tabellarische Übersicht soll Ihnen das Projekt “Gerechter Friede” vorstellen -
wenigstens skizzenhaft andeuten, um welch’ gewaltigen Umfang es sich bei diesem Projekt handelt:
 

Übersichtstabelle zu:

MENSCH und MENSCHHEIT
im Prozess von
GERECHTER FRIEDE

 

Moral und Gewissen
die der Würde des Menschen entsprechen

Verantwortung

Freiheit

Pflicht

Recht

Ehre

Ruhm

Scham

Schuld



 

Moralsysteme
die aus der Würde des Menschen hervorgehen

Das System von Verantwortungsmoral

Verantwortungsmoral ist schamorientiert.
Sie bedarf daher vor allem eines Begriffes von Ehre und dem Bewusstseins von Pflicht!

Schutzsysteme

Befriedigungssysteme

Bindungssysteme

Sozialsysteme

Scham

Wille

Macht

Sitte

Ekel

Haben

Wissen

Pflege

Angst

Neugier

Gemeinschaft

Sicherheit

Schmerz

Lust

Erlebnis

Schutz

 

Das System von Freiheitsmoral

Freiheitsmoral ist schuldorientiert.
Sie bedarf daher vor allem eines Begriffes von Ruhm und dem Bewusstseins von Recht!

Vitalsysteme°

Gestaltungssysteme

Ordnungssysteme*

Gesellschaftssysteme*

Sinn

Religion

Axiome/Riten

Legitimationssystem

Ordnung

Technik

Sprache

Kultursystem

Zufriedenheit

Kunst

Recht

Politisches System

Gesundheit

Konsum

Geld

Wirtschaftssystem


° es handelt sich hier von unten nach oben um körperliche, emotionale, intellektuelle und spirituelle Vitalelemente des Menschseins.
* nach dem Entwurf des Philosophen Johannes Heinrichs in: “Revolution der Demokratie”, Berlin 2003, S. 151.

 

Hier sei auch nochmals an den dreiseitigen skizzenhaften Entwurf
zu einer neuen “Kulturtheorie” erinnert.
Sie können diesen hier als PDF-Datei runterladen.

 

Wahre Selbsterziehung des erwachsenen Menschen, d.h. eines wirklich selbstständigen Menschen, ist nur noch durch die Vernunft auf Grund eines gesunden Schuldbewusstseins möglich.

Von daher müssen während der Kindheit und Jugendzeit grösste Sorgfalt auf die Ausbildung der natürlichen Schutz- und Befriedigungssysteme gelegt werden. Nur so kann sich beim heranwachsenden Menschen ein gesundes Schuldbewusstsein entwickeln. Im positiven Sinne könnte dann von einem Menschen mit ausgeprägten Bewusstsein für moralische Verpflichtungen gesprochen werden. Das Ziel aller moralischen Verpflichtung ist die Achtung und der Schutz von Menschenwürde, die ihrem Wesen nach unantastbar ist. Den Bewusstseinshorizont für Schuldigwerden oder Schuldigsein (vgl. dazu auch Rechtsbewusstsein) bildet von daher auch die Würde des Menschen (vgl. Artikel 1,1 GG). Das moralische Vermögen eines Menschen, sich der menschlichen Würde zu verpflichten, ist mittels Körper-, Charakter-, Gewissens- und Willensbildung – und zwar von Kindesbeinen an – mit allen wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und religiösen Mitteln, die einer Gesellschaft zur Verfügung stehen zu fördern.

Auf diese Art und Weise wird der erwachsene Mensch zur wahren Freiheit und Alleinverantwortlichkeit erzogen. Im Idealfall hiesse das, dass der Erwachsene dann in wahrer Freiheit und voller Verantwortung, besonnen Wahrzunehmen, gerecht zu Urteilen, klug zu Entscheiden und tapfer zu Handeln vermag.

 

 

Dialektik von Moral und Liebe

Diese Dialektik von Verantwortungs- und Freiheitsmoral trägt die ganze menschheitliche Grundordnung,
weil sie vollkommen der Würde des Menschen entspricht:
„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!
Darin besteht das Gesetz und die Propheten.“

(Mt 7,12)
Das vorauszusetzende Referenzsystem für dieses Menschheits-Gesetz
bildet der sogenannte Jesuanische Imperativ:
“Der Sabbat ist für den Menschen da,
nicht der Mensch für den Sabbat.”

(Mk 2,27)

 

Eine menschheitliche Ordnung in Würde
ist die unabdingbare Voraussetzung für Lieben und Geliebtwerden.
Liebe ist die die Erfüllung von Gottes Willen:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen,
mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.
Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.“

(Mt 22,37-40)