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Wichtig und wichtiger
Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten, den Besitz vervielfacht, aber die Werte reduziert.
Wir haben mehr Medizin, aber weniger Gesundheit, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit, mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen, mehr Experten, aber nicht weniger Probleme.
Wir haben mehr Manager, aber immer weniger Unternehmer, mehr Politiker, aber immer weniger Staatsmänner, mehr Wissenschaftler, aber immer weniger Erfinder, mehr Berater, aber immer weniger Seelsorger.
Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns, dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben, die Demokratie eingeführt, aber den Staat nicht weiterentwickelt, die Geschichte neu geschrieben, aber den Menschen dabei vergessen.
Wir schaffen größere Dinge, aber nicht bessere.
Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.
Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man davon lebt.
Wir glauben immer weniger an den einen Gott, aber dafür an alles Mögliche.
Es ist die Zeit, wo es wichtiger ist, etwas im Schaufenster zu haben, statt im Laden. Es ist die Zeit, wo es wichtiger ist, für Sicherheit zu sorgen, statt Angst zu bekämpfen. Es ist die Zeit, wo es wichtiger ist, Information zu vermarkten, statt Kinder zu bilden. Es ist die Zeit, wo es wichtiger ist, den Menschen zu vermarkten, statt seine Würde zu schützen.
(Franz Eisend, in Anlehnung an einen Text von George Carlin)
Liebe Leserin, lieber Leser!
... und was ist Ihnen wirklich wichtig? Für was würden Sie alles liegen und stehen lassen?
Im Zusammenhang von “Wichtig und wichtiger”, möchte ich Ihnen noch ein paar Stellen aus der Bibel vorlegen. Denn auch die Zeitgenossen Jesu hatten anscheinend so ihre liebe Mühe, das Wichtige vom noch Wichtigeren zu unterscheiden! Es geht also nicht darum, das weniger Wichtige für unwichtig zu erklären. Es geht vielmehr darum, dass man als Mensch, der für sein Leben Verantwortung trägt, lernt, das Wichtigere vom Wichtigen zu unterscheiden und so schließlich auch die “Zeichen der Zeit” zu deuten weiß; d.h. wenn die Zeit, die Stunde gekommen ist, also sozusagen der Kairos gegeben ist, spätestens dann sollte ein Gott liebender Mensch wissen, was jetzt wirklich wichtiger ist.
... und ich bin voller Hoffnung, dass die Gedanken und Anregungen, die Sie auf dieser Site vorfinden, Ihnen wichtiger werden als so manch’ anderes, was Sie bisher im Internet entdeckt haben. Nehmen Sie sich aber viel Zeit zum Nachdenken und Betrachten von Gottes Wort.
Und nun zu Gottes Wort: Entdecken Sie also das „Wichtigere“ an der Frohen Botschaft ganz neu!
“Wer Ohren hat, der höre! Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte (Hochzeitslieder) gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.” (Mt 11,15-17)
“Sie zogen zusammen weiter, und er kam in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, daß meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überläßt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.” (Lk 10,38-42)
“Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, daß ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluß lebt. Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll. Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iß und trink, und freu dich des Lebens! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast? So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.” (Lk 12,15-21)
“Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein. Als das Fest beginnen sollte, schickte er seinen Diener und ließ den Gästen, die er eingeladen hatte, sagen: Kommt, es steht alles bereit! Aber einer nach dem andern ließ sich entschuldigen. Der erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muß jetzt gehen und ihn besichtigen. Bitte, entschuldige mich! Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, sie mir genauer anzusehen. Bitte, entschuldige mich! Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen. Der Diener kehrte zurück und berichtete alles seinem Herrn. Da wurde der Herr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Krüppel, die Blinden und die Lahmen herbei. Bald darauf meldete der Diener: Herr, dein Auftrag ist ausgeführt; aber es ist immer noch Platz. Da sagte der Herr zu dem Diener: Dann geh auf die Landstraßen und vor die Stadt hinaus und nötige die Leute zu kommen, damit mein Haus voll wird. Das aber sage ich euch: Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.” (Lk 14,16-24)
Selig also alle die, die das Wichtigere im Leben erkannt haben und sich nicht benehmen wie streitende Kinder! Selig sind sie, denn sie alle sind zum “Mahl“ geladen. Und wahrlich: sie werden die „Klugen“ genannt werden, wenn sie dieser Einladung Gottes folgen!
... die anderen sind halt “töricht” (vgl. dazu Mt 25,1-13), denn sie hören und verstehen dennoch nicht und versäumen wegen vieler anderer wichtigen Wichtigkeiten, das Wichtigste in ihrem Leben! So erfüllt sich Gottes Wort auch in unseren Tagen: „Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen.“ (Mt 13,14)
... ja so sind die Menschen - damals, genauso wie heute. Aber wie ist Jesu “coole” Meinung dazu: Lasst “die Toten ihre Toten begraben!” (Mt 8,22) oder Geht einfach weg, “und schüttelt den Staub von euren Füßen.” (Mt 10,14)
Und Sie? Was hindert Sie daran, Gottes Wort zu hören und zu verstehen? Was hindert Sie daran, dass Gott in Ihrem Herzen Einzug halten kann? Was hindert Sie daran, dass Gott in Ihnen groß werden kann?
Fühlen Sie sich nicht würdig genug, dieser Einladung Gottes zu folgen? Warum nicht?
Ja, Sie sind durchaus würdig, dieser Einladung Gottes zu folgen! Denn Sie sind Gottes Abbild. Sie sind sein geliebtes Kind.
Gott selbst lädt sie zu diesem “Hochzeitsmahl” in Würde und Liebe ein.
Kommen Sie und sehen Sie selbst! Nehmen Sie sich die Zeit für Gottes Wort!
Es ist ihr einmaliges Leben und das ist weitaus wichtiger als ...
und der Lohn wird wahrlich ein himmlischer sein!
Gott sei’s gedankt!
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